Die Colours of Love von Kathryn Taylor sind so etwas wie ein Geheimtipp. So oft lese ich, wie es heißt „die musst Du unbedingt lesen. Die sind so toll!“ Oder Fragen wie „Weiß jemand, ob es von den Colours of Love weitere Teile geben wird?“ Genau diese Frage habe ich der Autorin gestellt. Derzeit erobert sie mit ihrer neuen Reihe Daringham Hall die Leser. Ich liebe ihre Bücher und habe und freue mich sehr, dass sich Kathryn Taylor Zeit für ein Interview genommen hat!
Interview
Viele Leserinnern wissen gar nicht, das Du eine deutsche Autorin bist. Auch die Titel Deiner Bücher klingen mehr englisch als deutsch. Warum?
Ich liebe England sehr und lasse meine Geschichten gerne dort spielen, vielleicht, weil ich selbst manchmal ein bisschen Abstand zu den Figuren brauche. Für mich funktioniert es so besser, und einen englischen Autorennamen fand ich da einfach konsequent – das machen Kollegen wie Sarah Lark ja auch so.
Von den Colours of Love sind mittlerweile 3 Bücher ins Französische übersetzt worden (auch wunderschöne Cover übrigens). Wie ist das für Dich – genauso aufregend wie bei einer deutschen Veröffentlichung oder bist Du da relaxter und denkst Dir „in Deutschland sind die Bücher gut angekommen, so wird es bestimmt auch in Frankreich sein?“.
Die „Colours“ sind nicht nur in Frankreich erschienen, sondern auch in Italien, Russland, Ungarn, Tschechien und Polen. Eine lettische Ausgabe soll es außerdem noch geben, und vor drei Wochen ist – darauf bin ich besonders stolz – die englische Fassung als Ebook herausgekommen. Wenn ich die Belegexemplare aus der Post hole, dann ist das jedes Mal sehr spannend und auch irgendwie lustig, weil ich meistens nicht mal den Klappentext lesen kann. Und natürlich frage mich, wie die Geschichte wohl in dem jeweiligen Land ankommt, aber man bekommt da leider wenig Rückmeldung. Ein tolles Gefühl ist es aber auf jeden Fall, und ich darf das auch wieder erleben, denn für „Daringham Hall“ sind auch schon einige Auslandslizenzen verkauft.
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Wird es weitere Bücher der Colours of Love geben?
Vielleicht, eines Tages – wer weiß. 🙂 Ich mochte meine Helden sehr und ich könnte mir schon vorstellen, irgendwann noch mal zu ihnen zurückzukehren. Im Moment schreibe ich aber sehr gerne an der „Daringham Hall“-Reihe und es gibt auch schon neue Ideen, die ich erst mal verfolgen möchte.
Daringham Hall – Was hat Dich zu der Reihe inspiriert? Woher nimmst Du die Ideen?
Ach, das ist so eine Frage, die Autoren hassen, weil sie so unglaublich schwer zu beantworten ist. Ich weiß es nämlich nicht genau – Ideen kommen mir einfach, immer wieder und ständig. Man sieht was im Fernsehen oder liest etwas in der Zeitung oder jemand erzählt einem was, und dann hat man plötzlich ein Bild im Kopf, eine Situation, etwas, das man spannend findet. Und dann denkt man weiter und weiter – und irgendwann wird daraus die Idee zu einer Geschichte. Meistens mache ich mir dann eine kurze Notiz und lege das erst mal weg, und irgendwann später hole ich das wieder heraus und verwerfe es entweder – oder arbeite es richtig aus. Bei „Daringham Hall“ war’s eine Folge einer amerikanischen Fernsehserie, die mich auf die Idee gebracht hat. Da kam ein Mann vor, der sein Gedächtnis verloren hatte, und das fand ich spannend – wie ist man, wenn man nicht mehr weiß, wer man ist? Ist man dann anders als vorher? Außerdem war ich gerade mit meiner Familie in East Anglia gewesen und hatte mir die vielen wunderschönen Herrensitze dort angesehen – und am Ende ist daraus dann eben die Geschichte von „Daringham Hall“ geworden. 🙂
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Wieviel von Dir selbst steckt in Deinen Büchern? Verarbeitest Du Erlebtes und denkst Dir manchmal „oh, das ist guter Stoff für ein Buch“ oder ist alles nur in Deinem Kopf entstanden?
Das entsteht alles in meinem Kopf. Sicher fließen hier und da mal eigene Erfahrungen ein, aber eher in kleinen Details. Oder wenn es um die Gefühle der Helden geht. Alles andere ist reine Fantasie.
Wenn ein Buch veröffentlicht ist, reflektierst Du ständig oder ist es mit der Veröffentlichung abgeschlossen? Anders formuliert: Ist das Werk mit der VÖ abgeschlossen, oder denkst Du darüber nach, was Du hättest anders machen können in der Handlung, Formulierung oder der Zeichnung der Charaktere?
Beides. Die Geschichte ist natürlich abgeschlossen, aber ich halte mich nicht für so perfekt, dass ich nicht durchaus noch mal was ändern würde, wenn ich könnte. Ich feile sehr gerne an meinen Texten und würde vermutlich niemals damit aufhören, deshalb ist es schon ganz gut, dass sie irgendwann veröffentlicht werden und man gezwungen ist, einen Schlussstrich drunter zu ziehen.
Social Media – Du bist ganz frisch auf Facebook zu finden. Als Kathryn Taylor hattest Du bisher nicht viel Leserkontakt. Wie ist es für Dich, jetzt die direkte Lesermeinung zu bekommen? Buchbesprechungen auf Amazon sind eher anonym, wo es auf Facebook doch schnell persönlich wird.
Das ist schön. Ich bin da bisher eher aus Zeitgründen scheu gewesen, was Social Media angeht, nicht, weil ich Angst vor den Lesern hatte – im Gegenteil. Den Austausch finde ich gut und sehr lohnend. Schreiben ist ein sehr einsamer Job, und Unterhaltungsliteratur schreibt man ja nur für den Leser, also ist es wichtig zu erfahren, wie die Geschichte ankommt.
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Viele Autoren lesen die Rezensionen ihrer Bücher nicht. Wie ist das bei Dir?
Doch, ich lese Rezensionen, aber nur die Guten. Nein, im Ernst, natürlich interessiert mich das, und jedes Lob freut mich natürlich sehr, denn ich schreibe ja für die Leser. Und ich respektiere auch, wenn es jemandem nicht gefallen hat – solange der Tonfall fair bleibt. Wenn ich merke, dass das Urteil von jemandem kommt, der ohnehin nur alles schlecht finden will oder da sehr persönlich und ausfallend wird, dann hake ich das ab. Aber für konstruktive Kritik bin ich immer offen.
Illegale Downloads – wie sehr wirken sie sich aus? Wie würdest Du Fans gegenübertreten, von denen Du weißt, sie loben Deine Bücher, haben sie aber auf illegalem Weg bezogen?
Ich wäre sehr wütend und würde damit nicht hinter dem Berg halten. Denn auf Leser, die sich meine Texte geklaut haben und auch noch finden, dass das okay ist, kann ich gut verzichten. Ich glaube, den meisten, die so etwas tun, ist gar nicht bewusst, welchen Schaden sie anrichten. Es tut richtig weh, wenn Leute, die von sich behaupten, leidenschaftliche Leser zu sein, die Arbeit des Autors, die hinter einer guten Geschichte steckt, so mit Füßen treten. Wenn dieser Trend, möglichst alles umsonst abzugreifen und für gute Texte nicht mehr zu bezahlen, weiter anhält, dann kann bald kein Autor mehr vom Schreiben leben und dann gibt es keine Geschichten mehr. Aber zum Glück gehen die Verlage inzwischen härter gegen die illegalen Downloads vor. Mein Verlag zum Beispiel lässt meine Bücher fast immer sofort von den einschlägigen Plattformen wieder löschen, wenn sie hochgeladen werden, und das ist gut so. Denn jeder illegale Download ist ein Diebstahl.
Möchtest Du noch etwas sagen; Deinen Lesern mit auf den Weg geben?
Nur, dass ich hoffe, dass ich noch lange weiterschreiben kann – es ist mein Traumjob, den ich sehr liebe – und dass es mich sehr freuen würde, wenn mich ganz viele weiter auf dieser Reise begleiten.
Danke liebe Kathryn!
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Hallo liebe Britt,
ich habe Band eins der Daringham Saga vor ein paar Tagen gelesen und auf meinem Blog rezensiert. Als ich dann auf der Suche nach Interviews mit der Autorin war, bin ich glücklicherweise auf deine Seite gestoßen. Ich habe dein Interview mit Kathryn Taylor in meinem Beitrag bei der Autoreninformation verlinkt und hoffe, dass es okay für dich ist? Falls nicht, sag mir einfach kurz Bescheid, dann lösche ich es wieder raus, ja? 🙂 Hier ist der Link: http://janine2610.blogspot.co.at/2016/02/rezension-daringham-hall-das-erbe.html
Alles Liebe,
Janine
Hallo Jeanine,
das passt! Danke!
Liebe Grüße
Britt