Wenn ich an Britta Orlowski denke, dann denke ich an eine sehr sympathische Autorin mit einem Händchen für Handarbeiten und leckere Kuchen. In jedem ihrer Bücher vermittelt sie dem Leser ihre Liebe zum Quilten. Bereits mehrfach habe ich die Autorin schon treffen dürfen.
Interview
Wer sollte bei einer Buchverfilmung Deine Hauptcharaktere spielen? Welche ist Deine Lieblings – Hauptfigur? (Protagonist aus den eigenen Büchern)
Ich glaube, das bleibt besser mein Geheimnis. Weil jeder sich die Typen anders vorstellt und die Geschmäcker zu verschieden sind. Das Schöne an Büchern ist ja, dass man sein eigenes Kopfkino entstehen lässt.
Mein Liebling ist eindeutig Tyler O’Brian aus Pampelmusenduft, dicht gefolgt von Silas aus Maistöcke.
Mit welchem deiner männlichen Protagonisten hättest du gerne mal ein Date?
Eigentlich mit allen. Aber müsste ich wählen – siehe oben.
Welche Eigenschaft der Protagonisten mag man als Autor so gar nicht?
Die Summe der Eigenschaften macht die Figur aus, von daher finde ich alles gut, was sie wie echte Menschen erscheinen lässt.
Lässt Du sich die Geschichte entwickeln oder schreibst Du ganz akkurat nach dem ausgearbeiteten Plot?
Ich arbeite nicht mal den Plot akkurat aus, ich will Spielraum für Überraschungen und Wendungen. Wo bleibt sonst der Spaß beim Schreiben?
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Kommen Dir beim Schreiben Ideen für Deine Handarbeiten oder andersrum?
Eigentlich meistens andersrum. Aber einige Szenen, Handlungsorte oder Figuren inspirierten mich durchaus für meine Handarbeiten. Besonders bei den Verschenke-Kissen.
Was ist das Schlimmste am Schreiben? Der Plot oder das Ausarbeiten und den Plot zu einer Geschichte schreiben?
Für mich ist alles schön, da ich zuvor nicht bis ins kleinste Detail plane. Etwas schwieriger empfinde ich immer das Skizzieren der Grundidee in einem Exposé, als das Schreiben an sich. Aber mittlerweile klappt auch das. Ich habe immer einen roten Faden und den halte ich auch ein.
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Wieviel Realität steckt in deinen Büchern? Verarbeitest Du gute und schlechte Erlebnisse darin oder alles Fiktion?
In meinen Büchern steckt viel Realität, ich möchte ja, dass die Figuren echt erscheinen. Ja, ich denke, ich verarbeite viel mit dem Schreiben. Anfangs unbewusst, jetzt bewusst. Aber Fiktion gehört natürlich auch dazu. Eins zu eins schreibe ich Erlebnisse niemals auf.
Wo kommen Dir die Ideen zu Deinen Geschichten? Woher das Aussehen der Personen? Pure Fantasie oder Fanmodus von Schauspielern, Bands etc.? Welchen?
Die Ideen kommen eigentlich immer. Hauptsächlich bei Verrichtungen bei denen nicht so viel gedacht wird. Rasen mähen, Treppe wischen, Bohnen schnippeln …
Das Aussehen der Personen basiert in der Regel auf Fanmodus, reale Fotos von Schauspielern lassen sich besser beschreiben für mich, wenn ich sie betrachten kann. Welche? Ach, nein, das gebe ich nicht preis. Sind ja auch jedes Mal andere.
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Kennst Du Schreibblockaden? Wenn ja, was tust Du dagegen?
Ich kenne bisher zum Glück keine Schreibblockaden, nur mal Schwäche, wenn man krank ist.
Was steht auf dem Schreibtisch, während Du arbeitest? Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse?
Du meinst sicher, wenn ich schreibe. Nun, ich schreibe nie am Schreibtisch. Da kann ich meinen Geist nicht auf die Reise schicken um mir Geschichten auszudenken. Ich schreibe entweder gemütlich auf dem Ecksofa oder im Gartenpavillon. Überarbeiten und Lektorat mache ich schon mal am Schreibtisch. Meistens arbeite ich durch ohne Essen, Trinken, Naschen. Aber hin und wieder werde ich doch schwach, entweder Schoki oder Gummibärchen.
Prokrastinieren – Facebook und co. oder lässt Du Dich nicht ablenken? Ist Prokrastination evtl. sogar wichtig?
Es kommt auf das Maß der Dinge an. Ich mag FB sehr, aber mitunter killt es mir Zeit, die ich anders nutzen könnte. Aber mein Job ist halt einsam, da brauche ich das.
Lektorat – Bist Du manchmal anderer Meinung wie der Lektor? Wie schnell werdet ihr euch einig?
Ja, manchmal bin ich anderer Meinung. Früher noch mehr, als jetzt. Wir werden uns schnell einig, da wir uns gegenseitig ergänzen.
Hattest Du ein peinliches oder lustiges Erlebnis auf einer Lesung?
Peinlich nicht, nun, ich sorge selbst für lustige Einlagen auf meinen Lesungen. Entweder nehme ich die Männerwelt auf die Schippe oder ich biete bei Hustenanfällen meine eigenen Bonbons an.
Ab wann hat Dich Dein Umfeld ernst genommen und Freunde / Bekannte / Familie Deiner Arbeit als Autor respektiert?
Meine Freunde haben das von Anfang an ernst genommen. Meine Bekannten, tja, weiß der Geier, was die denken. Meine Familie steht voll hinter mir und das ist das Wichtigste überhaupt.
Wie kommt Deine Familie damit klar, wenn Du über dem Schreiben alles um Dich herum vergessen hast?
Sie haben sich daran gewöhnt. Und sind ja ohnehin meist außer Haus und bei ihren Jobs.
Wie gehst Du mit negativer Kritik, schlechten Rezensionen um?
Konstruktive, negative Kritik muss nicht immer schlecht sein. Da denke ich schon drüber noch, ob diejenigen recht haben. Respektlose Rezensionen ignoriere ich komplett.
Der Beruf des Autors – Liebe und Leidenschaft oder kann man ihn mit dem täglichen zur Arbeit gehen vergleichen? Hast Du feste Schreibzeiten?
Von der Disziplin her ist es eher noch härter als eine normale Arbeit. Aber ansonsten durchaus vergleichbar. Ja, ich habe feste Schreibzeiten.
Schriftsteller heute und früher – Was hat sich verändert? Wurden Autoren früher mehr geachtet?
Heute hat man einfach mehr Möglichkeiten der Veröffentlichung. Ansonsten hat sich nichts geändert, außer die Technik und das schnelle Versenden der Daten.
Wie gehst Du mit der Veränderung des Marktes um? Immer mehr Menschen meinen, ein Buch schreiben zu müssen. Sollte man als Autor eine „Lehre“ machen müssen, das Handwerk lernen oder soll weiterhin jeder schreiben, der sich dafür geeignet hält?
Ich persönlich denke, dass Musiker und auch Autoren dazu geboren sind. Was nicht heißt, dass sie ihr Können nicht noch verbessern oder verfeinern sollten. Learning by Doing ist meines Erachtens die beste Schule.
Aber: das Problem ist, dass viele Menschen eine falsche Sicht auf sich selbst haben und noch nicht wissen, wo ihre Grenzen sind. Und noch schlimmer ist, wenn diese dann absolut renitent auf gutgemeinte Ratschläge reagieren. Ich persönlich kann nicht verhindern, dass Autoren schreiben, die es besser sein lassen sollten. Daher versuche ich, das zu ignorieren (so gut es eben geht), alles andere ist Energieverschwendung. Sie sind erwachsen und es steht mir nicht zu, sie zur Umkehr zu bewegen.
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Die Sprache – schreiben wie man spricht, wenn möglich noch mit Dialekt, oder hochdeutsch? Verändert das Schreiben Deine Artikulation im täglichen Miteinander?
Ja, aber nicht allzu schlimm. Noch werde ich nicht böse angeguckt, wenn ich in Gedanken jemanden verbessere. Dabei erwische ich mich hin und wieder – leider.
Wie wichtig erachtest Du soziale Netzwerke, wie gehst Du damit um?
Für mich ist es sehr wichtig, aber auch hier kommt es auf das Maß an. Der Kontakt zu den Lesern ist gut und wichtig, aber alles müssen sie nicht wissen. Und nur Werbung plärren, mag ich auch nicht. Ich glaube, ich habe es ganz gut im Griff und mir eine Art Image gebastelt.
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Messen und Conventions – als Dank für Lesertreue oder eher nur Stress? Was bringt es Dir persönlich, Kontakt mit Deinen Lesern zu haben?
Am Anfang ist es viel Stress, weil du noch kein Star bist und man sich nicht die Bohne für dich interessiert. Aber nach und nach wächst der Spaßfaktor. Ich habe da sicher noch viel Luft nach oben und blicke erwartungsvoll in die Zukunft.
Fans – wieviel Fan – Nähe erträgt ein Autor? Musstest Du schon einmal unbequeme Entscheidungen treffen?
Bis jetzt habe ich noch nichts Negatives erlebt. Nervig sind nur die Absahner, die gar keine echten Fans sind oder Freundschaftsanfragen auf FB ohne persönliche Nachrichten, wenn man die Menschen überhaupt nicht kennt. Und manche besser auch nicht kennen sollte, scheint mir.
Buchpreisbindung in Deutschland – gut oder nicht gut?
Halte ich für gut. Einheitliche Preise überall.
Illegale Downloads – wie sehr wirken sie sich aus? Wie würdest Du Fans gegenübertreten, von denen Du weißt, sie loben Deine Bücher, haben sie aber auf illegalem Weg bezogen?
Was ich nicht ändern kann, muss ich hinnehmen. Ich brauche meine Kraft für anderes. Woher weiß ich in jedem Fall, wo meine Bücher besorgt werden?
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Was hältst Du von Aussagen wie „ mein Buch ist billiger als Dein Kaffee.“
Geschmacklos. Ich weiß, was ich mir wert bin und das ist gut so.
Möchtest Du Deinen Lesern etwas mit auf den Weg geben? Gibt es etwas, das Du noch loswerden möchtest?
Hört um Himmelswillen nicht auf zu lesen!
Zur Homepage der Autorin: Britta Orlowski
Rezension von Rückkehr nach St. Elwine: Rezension[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]
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