Als ich vor 3 Jahren angefangen habe mit Bloggen, hatte ich einen pinken Blog mit Musik und tausenden von ausgehenden Links. Bei einem Freebloganbieter. Und ich war stolz darauf. Allerdings habe ich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Das einzusehen tat weh, aber im Nachhinein bin ich derjenigen , die mich zu etwas „vernünftigem“ überzeugt hat dankbar. Also weg das Blümchenblog. Wer mit seinem Blog etwas erreichen will sollte sich eine eigene Domain zulegen. Diese gibt es wirklich für wenig Geld. Da kann man mit WordPress arbeiten, das gibt es als Freeware. Doch auch mit einem Blog bei einem Freebloganbieter sollte man sich an ein paar Regeln halten. Ein paar Tipps und Tricks dazu nachfolgend.
Tagtäglich lese ich, wie sich andere Blogger ärgern, weil sie kaum Leser haben. Wieder andere sagen, sie hätten einige hundert Leser, allerdings aus Amerika und China. Nun, Leser aus China sind die fleißigen Spamer und die aus Amerika kann man auch als solche betrachten. Es sei denn, man hat einige tausend Freunde da drüben oder führt seinen Blog englischsprachig. Es gibt auch einen Unterschied zwischen Besuchern und Seitenaufrufen. Besucher ist jeder mit einer IP. Wenn dieser verschiedene Posts anklickt, zählt es das als Seitenaufrufe.
Kommen wir zu ein paar Regeln. Alleroberste Regel überhaupt ist, das man Google zum Freund haben sollte. Wenn man stets und ständig falsch macht, was falsch zu machen geht landet man im Ranking so weit hinten, das man die Domain eigentlich abmelden kann.
Dann gibt es diese so beliebten Blogtouren. Nehmen wir 10 Blogger, die dasselbe Buch besprechen. Natürlich soll jeder Leser dieser Blogs auch mitgeteilt bekommen, das man selbst mit zehn anderen Bloggern eine Blogtour macht. So schreibt man einen Blogpost und verlinkt alle zehn Teilnehmer. Jeder der anderen Teilnehmer verlinkt natürlich auch jeden der Teilnehmer. Das heißt, es gibt eine hin- und her Verlinkung, auch reziproke Verlinkung genannt. Wenn wenigstens auf einen bestimmten Artikel verlinkt werden würde, aber nein, immer nur auf die Startseite. Nun, ich freue mich, wenn mich zehn Blogs verlinken, werde aber den Teufel tun und ebenfalls verlinken. Warum nicht? Zum einen macht es wenig Sinn, eine Blogtour nur in einem Post anzukündigen, der aufgrund ständig folgendem Contents recht schnell nach unten rutscht. Des Weiteren denkt Google in einem solchen Fall man spinnt. Zehn Blogs verlinken sich hin und her. Kurz gesagt, Google denkt das ist Absicht. Denn Google weiß nicht, das den betreffenden Bloggern nur das Wissen fehlt, das man so etwas nicht macht. Was also tun, damit die Blogtour trotzdem gut wird und ich meine Leser zu den anderen teilnehmenden Blogs verlinken kann? Fast jeder Blog hat ein Theme mit ein oder zwei Sidebars. Also ab in die Sidebar damit. Überschrift Blogtour, darunter eventuell ein Bild vom zu behandelnden Produkt und über HTML die Links der anderen Blogs einfügen. Und schon sieht jeder Besucher eures Blogs über einen längeren Zeitraum die Blogtour und Google ist nicht beleidigt. Fast jeden Code für HTML findet man über Suchmaschinen!
Ihr wollt bestimmt ernst genommen werden, mit dem was ihr auf eurem Blog so schreibt? Sorry, aber wenn ich totally pink sehe und mein Mauszeiger sich in Blümchen oder Schmetterlinge verwandelt, dann bin ich im Prinzessinnenland, was als solches nicht mit Ernsthaftigkeit überzeugen kann. Auch Schneeflocken sind grenzwertig. Musik geht gar nicht. Warum keine Musik? Stellt euch vor, euer Leser sitzt im Job im Büro und möchte in der Mittagspause nur mal schnell auf eurem Blog etwas nachlesen. Plötzlich tönt Matthias Reim „Verdammt ich lieb Dich“ aus dem Rechner. Peinlich! Dieser Leser war zum letzten Mal bei euch. Vielleicht war er sogar während der Arbeitszeit surfen? Dann bekommt er gleich noch eine Abmahnung. Das wollen wir doch nicht.
Um Leser zu bekommen und, was viel wichtiger ist, sie zu behalten, muss man sie verwöhnen. Alles was ihr schreibt muss abwechslungsreich und interessant sein. Wozu ein Buch besprechen, was schon über fünfhundert Rezensionen auf Amazon hat? Das interessiert nur Freunde, was ihr davon haltet. Aber die lesen euren Blog sowieso. Also sucht euch Themen, die wichtig sind, die interessieren und polarisieren. Dazu ein Beispiel: Die Douglas Box of Beauty ist derzeit sehr umstritten. Ich habe einen Text dazu gemacht, warum ich sie gekündigt habe und was mir daran nicht mehr gefällt. Wie verleite ich Leser dazu, diesen Post zu lesen? Mit einer wohl überlegten Überschrift, welche ja meistens gleichzeitig Linktext ist. Meine Überschrift lautetet „Bye, bye Douglas Box of Beauty“.
Was gar nichts bringt um Leser zu bekommen ist das Verteilen in allen Facebookgruppen die man kennt und findet. Die Leute sind genervt und klicken erst recht nicht auf eure Links. Daher lieber nur in zwei bis drei Gruppen und auf die eigene Fanpage. Nutzt die anderen Social Media und Buchcommunities!
Man sagt, man müsse nicht mehr mit Keywords arbeiten. Soweit richtig. Aber wenn ihr einen Bericht über einen Liebesroman schreibt, dann sollte der Titel von dem Buch, der Name des Autors und das Wort Liebesroman ruhig einige Male im Text vorkommen. Nutzt Wörter, mit denen ihr auf Google nach einem Bericht mit diesem Inhalt suche würdet.
Reichweite! Wer mich kennt weiß, das dies eines meiner Lieblingsworte ist. Reichweite ist nicht, wenn ich meinen Post in zig Gruppen stelle. Dann erreiche ich sicher, das ich einige hundert Leute genervt habe, wie ich weiter oben schon schrieb. Nein, Reichweite ist, wenn mein Artikel für andere Blogger oder Fanpages so interessant ist, das sie ihn teilen, twittern oder anderweitig darauf aufmerksam machen.
Nun zum wichtigsten Überhaupt. Seo. Davon haben die meisten Blogger noch nie etwas gehört, doch es ist wichtig. Deshalb hat Yasmin dazu einen extra Beitrag verfasst. Bei Jonas Sterr findet ihr hilfreiche Tipps wie ihr mehr Kommentare bekommt. Bitte, bitte liebe Blogger, schaut es euch an und nehmt ein bisschen was mit. Diese Tipps gibt es sogar als Download!!
Das man mit Gewinnspielen Leser erhält ist ein Gerücht. Das mag für einige Likes auf der Fanpage funktionieren aber dauerhafte Leser bekommt man so eher nicht.
Zum Schluss: es werden keine Texte und keine Bilder bei anderen kopiert. Auch bei Google oder Facebook nicht!!! Irgendwo gibt es jemanden, der das mit Sicherheit nicht lustig findet und strafrechtlich verfolgen lassen wird. Und ja, man kann seine eigenen Bilder sehr leicht suchen lassen.
Hallo Britt 🙂
Schöner Beitrag der sehr hilfreich ist, wie du weißt blogge ich noch nicht so lange und bin immer froh wenn jemand sich die Mühe macht und einen Beitrag verfasst wie man einiges verbessern kann! Vor allem mit den Leserzahlen ist das immer so eine Sache wo ich immer noch nicht richtig durch blicke genauso wie mit den Kommentaren! Mein Blog wird leider selten kommentiert, was schade ist weil wir uns ja nun mal sehr viel Arbeit machen! Und wie du es schon formuliert hast wir sind keine Profis, sondern wir machen es weil es uns spass macht den Leuten das Lesen wieder näher zu bringen! Ich werde mir die Tipps mal durch lesen und vielleicht hilft es mir ja meinen Blog etwas bekannter zu machen :p … Das mit den Gewinnspielen stimmt da gebe ich dir recht, ich mache schon keine mehr, weil keiner Danke oder bescheid gibt ob es angekommen ist und das frustriert!
Ich finde deinen Blog echt toll! Tolle Rezensionen aber auch tolle Beiträge 🙂
Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag <3
Lg jessy
Lieben Dank für das Lob!
Vielen Dank für diesen Artikel 🙂
LG Moni
Ein schöner Artikel, der für viele auf jeden Fall hilfreich ist.
Ich hab aber schon die Erfahrung gemacht, gerade, als mein Blog noch ganz frisch war, dass ich durch Gewinnspiele und das Streuen meiner Beiträge auf Facebook sehr wohl Leser gefunden habe, die mir bis heute treu geblieben sind. Natürlich nicht alle, aber es sind doch sehr viele, die immer wieder bei mir vorbeischauen und Kommentare dalassen. (Ich persönlich fühle mich nicht genervt, sondern schaue durch die Posts auf FB bei den anderen vorbei)
Ob ich ein Buch bespreche, dass auf Amazon schon 500 Rezis hat? Ja, warum nicht – wenn ich es gerade gelesen hab … ich werde sicher nicht meine Lesegewohnheiten den Bewertungen auf anderen Portalen angleichen 😉 Ich denke, die Leser, die einen ähnlichen Geschmack haben, werden schon auf meinen Blog finden. Bisher bin ich recht gut damit gefahren.
Ich selber lese Rezis auf anderen Blogs, wenn mich das Buch interessiert, egal ob es alt, neu, kaum oder viel rezensiert ist ^^
Ich finde, es kommt auch darauf an, was man mit seinem Blog erreichen möchte. Ich wollte z. B. damit einen Austausch mit anderen Lesebegeisterten erreichen und das hab ich ganz gut hinbekommen. Natürlich läuft viel über Facebook, aber auch immer mehr über meinen oder eben die Blogs der anderen. Und wichtig finde ich auch, selbst bei anderen Blogs vorbei zu schauen und wenn ein Beitrag gefällt, auch einen Kommentar zu hinterlassen – so kommt oft recht schnell ein Kommunikation zustande 🙂
Liebste Grüße, Aleshanee
Ich gebe Dir recht. Aber ich möchte einfach davon ab, das viele denken, nur Facebook zählt. Meine Leser kommen nur zu einem Drittel über Facebook.
Für „neue“ Blogger ist es wenig hilfreich, soche Bücher zu besprechen. Ich mache das auch, keine Frage. ☺
Natürlich zählt nicht nur Facebook, aber es ist eben eine gute Plattform, um auf sich aufmerksam zu machen. Zusätzlich zu den ganzen anderen Möglichkeiten 😉
Das stimmt ☺ Und genau diese anderen Möglichkeiten sollte auch alle mal nutzen. Ebenso wie einmal darüber nachzudenken, das bloggen nicht nur Texte veröffentlichen ist ^^.
Hallo Britt,
danke für den informativen Beitrag. Ich als „Frischling“ bin seit Dezember dabei und werde mir die Ratschläge zu Herzen nehmen und dich aber sicher auch mal noch persönlich um Rat fragen.
Vielen Dank für die Hilfe
LG Janine
Sehr gern! Meld Dich ruhig!
Hallo!
Diese kunterbunten Blogs gehen mir auch ein wenig auf die Nerven. Natürlich kann sich nicht jeder mit HTML und CSS auskennen, aber bei einigen zweifel ich am ästhetischen Feingefühl *lach*. Man muss doch erkennen das pinke Schrift auf schwarzem Grund in Schnörkelschrift, mit herunterfallendem Glitzerstaub unlesbar ist. Habe daher versucht meinen Blog lesbar zu gestalten, wobei viele ihn zu sachlich finden.
Aber da du meintest man solle kein Buch rezensieren was schon 500 andere auf Amazon rezensiert haben. Nun, ich glaube genau das sind die Bücher die aber derzeit einfach jeder liest und die „angesagt“ sind und daher auch angeklickt werden. Momentan sehe ich auf sämtlichen Blogs z.B. Posts zu Obsidian. Die meisten Beiträge klingen einfach nur gleich und haben dennoch einen Haufen Kommentare darunter. Bei meinem Blog hingegen, hörte ich schon das meine Bücher zum Teil zu unbekannt seien und wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ich solle doch mal etwas bekannteres rezensieren. Was ich auch versuche, da sehe ich auch das es zu funktionieren scheint.
Naja, meinen Blog gibt es auch erst seit knapp 2 Monaten und meine Bücher sind alles englische Ausgaben. Ein paar regelmäßige Leser habe ich zum Glück dann doch schon 🙂 Worüber ich mich auch sehr freue! Dachte man hätte es noch schwerer.
Liebe Grüße
Ich meine das etwas anders. Wenn man ein Buch rezensiert, was schon viele Rezis hat, dann hat man wneiher Zugriffe, als bei einer Neuerscheinung. Bezogen auf neue leser machen Neuerscheinungen mehr Sinn. Ich rezensiere auch 10 Jahre alte Bücher ☺
Obsidian war so lahm, verstehe den Hype nicht. Hab es auch rezeniert, aber eher weil ich e shalt nicht toll finde. 🙂
An alte Bücher dachte ich gar nicht *lach* Meinte ja speziell so gehypte Bücher wir Obsidian, die schon Millionen Rezensionen bekamen und es werden stetig mehr und alle gleichen sich wie ein Ei dem anderen *hust*
Habe ein paar, wie ich finde, sehr ehrliche Beiträge darüber gehört und will es daher nicht lesen. Lese generell am liebsten erst die schlechten Kritiken, die sind oft sinnvoller als nur „omg ich liebe das Buch!!“.
Grins ^^ ich auch. Auch auf Amazon klicke ich zuerst die 1-Stern-Rezis an. Oft sind sie Müll, aber manchmal auch einfach objektiv. Lese aber Reiz erst nachdem ch das Buch gelesen habe ☺
Ein sehr informativer Beitrag, gefällt mir sehr gut.
Ich finde, man merkt schon auf den ersten Blick, aus welchem Grund jemand bloggt. Entdecke ich lieblose Fotos und Texte mit nur ein paar „hingeschriebenen“ Worten, schließe ich den Blog gleich wieder und fange nicht an zu lesen. Es sei denn, der Blog ist noch ganz neu…Anfängerfehler macht jeder. Ich auch 🙂
Was ich ganz besonders schlimm finde, ist das betteln um Leser oder Fans auf Facebook. Wenn ich jeden Tag lese, noch x Fans bis zur 500 etc. mit einem regelrechten Countdown, das geht mir so dermaßen auf die Nerven. Und dann wird auch noch gejammert, wenn die erwünschte Anzahl von Fans nicht erreicht wird.
Noch besser….ein Gewinnspiel startet, wenn bis tag X so und so viel Fans erreicht werden. Oftmals klappt das dann „leider“ nicht und das Gewinnspiel startet trotzdem 🙂 Herrlich!
Du hast schon Recht, Leser bekommt man durch interessante Texte, hübsche Bilder und einiges an Personality. Die Leser kommen und bleiben dann von ganz alleine. Klar dauert das alles ein bißchen länger, man hat aber viel mehr davon als jeden Tag irgendwelche Kleinstartikel zu verlosen und dann zu heulen, wenn nach dem „Gewinnspiel“ wieder disliked wird.
Vielleicht mache ich mich jetzt unbeliebt, aber denken da wirklich viel zu kurzfristig und haben gar keinen richtigen Weg, den sie verfolgen.
Liebe Grüße
Nina
Ich finde Du hast völlig recht. Leider sind viele auch belehrungsresiztent. Oh erinnere mich an meine Anfängerfehler ^^