Als ich den Titel Liebe 2.0 von diesem Buch von Alfa Rolla las war ich der Meinung, es handelt sich um eine Liebesgeschichte. Einen dieser typischen Herz – Schmerz – Mann böse – Frau trifft neuen Mann und alles wird gut – Romane. Aber völlig falsch. Ein Student verliebt sich in seinen Klon. Bis hierher alles gut. Doch geschieht dieses im Jahr 2040, in also nicht zu ferner Zukunft. Allerdings in einer Welt, in der alles und jeder überwacht wird, der Beischlaf überall da stattfindet wo man darauf Lust hat und eine Ablehnung dessen als unhöflich gilt. Somit hat alles etwas mit Macht zu tun. Einer 90 Jahre alten Frau gefällt die Macht des Regimes nicht und sie führt einen Widerstand an. Soviel kurz zur Geschichte des Buches, in welchem die Menschen so ziemlich jeglicher Freiheiten beraubt sind.
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Liebe 2.0 von Alfa Rolla ist eines der sehr wenigen Bücher, die ich zum Schluss hin nur noch überflogen, nicht zu Ende gelesen habe. Mir war das Buch schlichtweg zu anstrengend, zu fantastisch und verwirrend. Ich bin ein Fan von langen zusammengeschachtelten Sätzen. Doch wenn ich in jedem Satz mit einer Unmenge an Informationen überschüttet werde und nicht dazu komme, diese zu verarbeiten, weil immer neue und noch verrücktere Informationen nachrücken, dann wird es anstrengend. In jeder Zeile neuer unvorstellbarer Wahnsinn. Ich habe nichts gegen Sience Fiction, aber sie sollte vorstellbar und verständlich sein. Geschlechtsverkehr an jedem Ort, egal ob gemütliches Café oder wo auch immer ist in diesem Buch noch die geringste Unmöglichkeit. Dem Bedürfnis eines Beischlafwilligen nicht nachzukommen ist unhöflich. Für mich ist dies schlichtweg Vergewaltigung durch die Ausübung von Macht. Die ganze Geschichte ist verworren, es wird von Schauplatz zu Schauplatz gesprungen. Erst ist der Fahrstuhl gläsern, kurz darauf ist der Protagonist froh, dass er in der Fahrstuhlkabine nicht zu sehen ist. Es wird erklärt und erklärt und ich habe lange Zeit auf den Beginn der Handlung gewartet. Doch dieses Erklären ist das Buch.
Ich habe nichts gegen gesellschaftskritische Bücher. Doch wenn ein Buch Liebe 2.0 mit Titel heißt und ich auf dem Einband etwas von verlieben lese, erwarte ich keine politische Dystopie (Dystopie = in der Literatur eine in der Zukunft spielende, fiktionale Erzählung mit fast immer negativem Ausgang; es gibt auch in der Medizin den Begriff der Dystopie, was aber Wechselwirkungen von Medikamenten betrifft). Sicher ist es gut und auch wichtig, dass jemand die Gesellschaft auf bedenkliche Entwicklungen und deren eventuelle Konsequenzen hinweist. Wir leben in einer Gesellschaft voll von Technik und immer besseren computergesteuerten Hilfsmitteln. Auch möchte ich nicht bestreiten, dass eine solche Gesellschaft einmal möglich wäre. Doch kann man es für den Leser lesbar machen, einfacher und zusammenhängender erklären. In diesem Buch finde ich keinen sogenannten roten Faden, der durch die Handlung führt. Zusammengefasst verlangt Macht immer nach mehr Macht. Wir werden sehen, wie unsere Welt im Jahr 2040 aussieht.
Erschienen im Traumstundenverlag.[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]
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