Autorin Stefanie Ross durfte ich schon mehrfach treffen Auf den LoveLetter Conventions oder auf der Leipziger Buchmesse kurz mal Hallo gesagt. Auch in diesem Jahr wird sie auf der LoveLetter Convention anzutreffen sein.
Interview
Wer sollte bei einer Buchverfilmung Deine Hauptcharaktere spielen? Welche ist Deine Lieblings – Hauptfigur? (Protagonist aus den eigenen Büchern)
Hugh Jackmann wäre meine erste Wahl und zwar für die Rolle von Mark, oder doch eher Dirk? Hm, Luc würde auch irgendwie passen. Oder bei Luc doch eher der Typ vom Cover, von dem mir Lyx immer noch nicht Namen & Telefonnummer genannt hat?
Lieblingsfigur? Ich liebe sie natürlich alle, aber es gibt da doch schon einen, der eine besondere Rolle hat. Das wäre dann Mark, aber eigentlich auch Dirk, und natürlich Luc! Und dann sind da noch diese chaotischen Typen: Kalil, Pat und Jay. Ich gebe es auf.
Mit welchem deiner männlichen Protagonisten hättest du gerne mal ein Date?
Ehe es wieder auf die drei Herren hinausläuft, die sich eben schon nicht einigen konnten, wähle ich dafür „Pat“. Da er in festen Händen ist, wird das natürlich ein sehr unschuldiges Date, aber ich denke, der Abend mit ihm wird sehr lustig. Vielleicht könnte ja auch Jay oder Kalil vorbeischauen? Oder … lassen wir es.
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Welche Eigenschaft der Protagonisten mag man als Autor so gar nicht?
Ihre Sturheit und Eigensinnigkeit, die jeden Plan kaputt machen!
Lässt Du sich die Geschichte entwickeln oder schreibst Du ganz akkurat nach dem ausgearbeiteten Plot?
Ich habe zu Beginn eine grobe Vorstellung vom Anfang, dem Ende und so ein paar Anhaltspunkte, was in der Mitte passieren wird. Das macht das Schreiben eines Exposés, in dem ich die gesamte Handlung zusammenfassen soll, immer zu einer echten Herausforderung. Eigentlich bestimmten die Figuren die Handlung selbst, sie entwickelt sich also. Selbst wenn ich mal einen Plan habe, heißt das noch lange nicht, dass die Damen und Herren sich auch entsprechend verhalten.
Was ist das Schlimmste am Schreiben? Der Plot oder das Ausarbeiten und den Plot zu einer Geschichte schreiben?
Eigentlich nichts davon, aber es ist sehr spannend zu beobachten, ob am Ende auch wirklich alle Fäden wieder zueinander laufen.
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Wieviel Realität steckt in deinen Büchern? Verarbeitest Du gute und schlechte Erlebnisse darin oder alles Fiktion? Wo kommen Dir die Ideen zu Deinen Geschichten?
Sehr häufig geschieht die Initialzündung für einen Plot tatsächlich durch ein aktuelles, meistens nicht schönes Ereignis. Bei ‚Nemesis – Verkaufte Unschuld‘ war es ein tatsächlicher Verdacht Richtung Kinderhandel, der in der Realität nie geklärt werden konnte. Wenigstens in den Büchern kann ich solche Themen zu dem Ende bringen, das ich möchte.
Ich glaube, dass kein Autor ganz davon frei ist, persönliche Erlebnisse oder Eindrücke bewusst oder unbewusst in seinen Büchern zu verarbeiten.
Dazu passt der Spruch: Careful or you’ll end up in my novel
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Woher kommt das Aussehen der Personen? Pure Fantasie oder Fanmodus von Schauspielern, Bands etc.? Welchen?
Ich würde behaupten, dass es reine Fantasie ist, aber vermutlich spielen da schon unbewusste Bilder eine Rolle, die man mag. Manchmal merke ich erst später, dass eine Figur eine Ähnlichkeit mit bekannten Schauspielern oder Sängern hat. So geschehen bei Bon Jovi und Chris Hemsworth (viel Spaß beim Raten, wen ich meine)
Kennst Du Schreibblockaden? Wenn ja, was tust Du dagegen?
Die hatte ich bisher zum Glück noch nicht.
Was steht auf dem Schreibtisch, während Du arbeitest? Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse?
Kaffee, Cola, wenn die Vernunft siegt Mineralwasser, abends auch mal ein Glas Rotwein oder einer meiner geliebten Single Malts. Kekse, Schokolade und auch salzige Kalorienbomben finden auf meinen eigentlich überfüllten Schreibtisch auch immer einen freien Platz (leider).
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Prokrastinieren – Facebook und co. oder lässt Du Dich nicht ablenken? Ist Prokrastination evtl. sogar wichtig?
Leider lasse ich mich tatsächlich gerne mit Facebook oder anderen Dingen ablenken. Eigentlich beanspruche ich sogar den Weltmeistertitel in Prokranistation für mich. Aber in gewisser Weise brauche ich das auch und es ist sogar sinnvoll. Denn zum einen habe ich festgestellt, dass ich mit einem gewissen Termindruck besser arbeite und manchmal braucht man einfach eine Auszeit, in der das Unterbewusstsein ein paar Fakten aus der Story sortieren.
Lektorat – Bist Du manchmal anderer Meinung wie der Lektor? Wie schnell werdet ihr euch einig?
Eigentlich einigen wir uns immer sehr schnell. Ein Lektor ändert eine Stelle ja nicht ohne Grund. Und sollte der Lektor eine Formulierung nicht mögen und ich seine Änderung nicht, dann suchen wir nach einer dritten Variante, die uns beiden gefällt.
Hattest Du ein peinliches oder lustiges Erlebnis auf einer Lesung?
Da fällt mir spontan nur ein Versprecher in einer recht spannenden Szene ein. Es sollte ein Verfolger sein, herauskam ein Verkäufer und die Spannung löste sich in Lachen auf.
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Ab wann hat Dich Dein Umfeld ernst genommen und Freunde / Bekannte / Familie Deiner Arbeit als Autor respektiert?
Akzeptiert wurde mein Abtauchen in die Schreibwelt von Anfang an, aber als Autor ernst genommen wurde ich mit Erscheinen des ersten Taschenbuches. Oder vielleicht auch schon als die ersten Verträge eintrudelten.
Wie kommt Deine Familie damit klar, wenn Du über dem Schreiben alles um Dich herum vergessen hast?
Begeistert sind sie zwar nicht, haben aber sehr viel Verständnis und Geduld. Oder vielleicht sind sie auch einfach nur schlau und haben einen gesunden Selbsterhaltungstrieb, denn es kann fürchterlich laute Konsequenzen haben, mich mit „Weißt du, wo …“ oder „Kannst du mal kurz …“ zu stören, wenn meine Tür zu ist. Ich weiß dann nämlich nichts und kann auch nichts mal kurz, sondern muss schreiben, schreiben, schreiben.
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Wie gehst Du mit negativer Kritik, schlechten Rezensionen um?
Geschmäcker sind verschieden und das ist gut so. Konstruktive Kritik ist wertvoll und bringt mich weiter. Für 1 Sterne-Rezis, deren Inhalt zeigt, dass derjenige das Buch gar nicht gelesen hat, weil sie sachlich so falsch sind, musste ich mir erst ein dickeres Fell zulegen.
Der Beruf des Autors – Liebe und Leidenschaft oder kann man ihn mit dem täglichen zur Arbeit gehen vergleichen? Hast Du feste Schreibzeiten?
Schreiben ist für mich auch immer eine Stimmungssache, für die ich einen freien Kopf brauche. Als vor kurzem unser Meerschweinchen schwerkrank war, habe ich in der Zeit keinen vernünftigen Satz fabriziert. Feste Schreibzeiten wären daher für mich nicht wirklich ideal. Ich nehme mir zwischen Job und Familie die Zeit, die da ist.
Schriftsteller heute und früher – Was hat sich verändert? Wurden Autoren früher mehr geachtet?
Ich glaube schon. Es ist sehr schade, dass vieles, das früher Verlagsaufgabe war, nun beim Autor gelandet ist. Ausgerechnet in einer Zeit, in der nur noch wenige Bücher ausreichend im Handel vertreten sind, wurde viel Werbung und Marketing auf den Autoren verlagert. Auch wenn der Kontakt zu den Lesern mir persönlich immer viel Spaß macht, kostet das Zeit, die wiederum beim Schreiben fehlt.
Auch wurden früher einem Autoren oder eine Serie etwas Zeit gegeben, sich zu entwickeln. Heute müssen die Zahlen sofort stimmen – auch ohne Buchhandelspräsenz oder Marketing durch den Verlag. Wie das gelingen soll, verrät einem leider keiner.
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Allerdings ist nicht alles tiefschwarz, sondern es gibt auch positive Ausnahmen, bei denen man sehr viel Wertschätzung erfährt: wenn ein Verlag z.B. einem sehr herzliche Mails/Briefe zum Veröffentlichungstag schreibt, zum Verkaufsstart gratuliert und völlig geniale Werbemittel wie einen Hocker/Tisch mit dem Cover entwickelt.
Wie gehst Du mit der Veränderung des Marktes um? Immer mehr Menschen meinen, ein Buch schreiben zu müssen. Sollte man als Autor eine „Lehre“ machen müssen, das Handwerk lernen oder soll weiterhin jeder schreiben, der sich dafür geeignet hält?
Ich persönlich finde, dass etwas Handwerk dazugehört und finde es schade, dass sich einige Autoren nicht die Zeit nehmen, dieses zu lernen. Ich habe so schon wirklich gute Storys gesehen, die leider durch Rechtschreibfehler, Wortwiederholungen, falsche Wortbilder oder fehlende Satzzeichen etc viel Potenzial vergeben haben. Das sind alles Mängel, die durch etwas handwerkliches KnowHow oder ein vernünftiges Lektorat / Korrektorat beseitigt werden könnten. Allerdings muss ich ehrlicherweise zugeben, dass man als Autor kritischer liest, und dass sich diese Bücher trotzdem gut verkaufen und dass auch Verlagsbücher nicht frei von Stilblüten sind.
Insgesamt finde ich die Möglichkeiten, die KDP oder BoD bieten, sehr gut und eine echte Alternative zum Verlag – gerade, weil nur noch wenige Bücher vernünftig im Handel platziert werden und sich vieles sehr stark online verkauft.
Die Sprache – schreiben wie man spricht, wenn möglich noch mit Dialekt, oder hochdeutsch? Verändert das Schreiben Deine Artikulation im täglichen Miteinander?
Ich glaube nicht, dass sich bei mir etwas an der Artikulation geändert hat. Was die Sprache im Buch angeht, so bemühe ich mich, sie der Figur anzupassen. Ich finde es fürchterlich, wenn alle gleich klingen. Da gibt’s dann auch schon mal einen Arzt, der sich als kleine Macke so gewählt ausdrückt, dass die anderen sortieren müssen, was er eigentlich meint.
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Wie wichtig erachtest Du soziale Netzwerke, wie gehst Du damit um?
Ich schätze den direkten Kontakt zu den Lesern via Facebook sehr. Auch wenn Facebook eine Zeit- und Datenkrake ist, bekommt man nirgends direkteres Feedback. Social Media ist keine Einbahnstraße, sondern hat durchaus eine Wechselwirkung, z.B. was die Auswahl von Figuren für Novellen angeht oder auch die Frage, ob eine geplante Novelle überhaupt auf Interesse stößt. Außerdem ist die „Schwarmintelligenz“ auch eine wertvolle Hilfe, wenn man z.B. bei der Namenssuche nicht weiterkommt.
Messen und Conventions – als Dank für Lesertreue oder eher nur Stress? Was bringt es Dir persönlich, Kontakt mit Deinen Lesern zu haben?
Spaß. Schlicht und einfach, ganz viel Spaß. Mit jemand über seine Geschichten und natürlich seine Jungs (und Mädels) reden zu können, ist einfach nur schön.
Fans – wieviel Fan – Nähe erträgt ein Autor? Musstest Du schon einmal unbequeme Entscheidungen treffen?
Eigentlich genieße ich Treffen und Gespräche sehr, aber bitte nicht morgens vorm ersten Kaffee im Hotel. Und so gerne ich auch jeden treffen würde, der in Hamburg zu Besuch ist oder dort wohnt, das funktioniert leider zeitlich nicht oder nur selten. Denn der Tag hat so schon viel zu wenige Stunden.
Und es gibt eine Sache, die ich überhaupt nicht mag: Unbemerkt mit dem Fotoapparat oder dem Smartphone „abgeschossen“ zu werden. Und wenig später gibt’s dann im Web die Horror-Steffi-Picture-Show.
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Buchpreisbindung in Deutschland – gut oder nicht gut?
Über das Thema könnte man seitenlang diskutieren, von mir dazu nur soviel: bei den ebook-Preisen muss sich etwas tun. Einige Verlage setzen schon faire Preise fest, bei anderen wünsche ich mir, dass sie die Preispolitik auch überdenken.
Illegale Downloads – wie sehr wirken sie sich aus? Wie würdest Du Fans gegenübertreten, von denen Du weißt, sie loben Deine Bücher, haben sie aber auf illegalem Weg bezogen?
Wenn ich das sicher wüsste, würde ich sie fragen, mit welcher Berechtigung sie eigentlich ihren monatlichen Lohn/Gehalt/Taschengeld kassieren, wenn sie mir das nicht gönnen und mich um meinen Lohn betrügen. Und ob sie im Supermarkt auch regelmäßig das Bezahlen vergessen.
Was hältst Du von Aussagen wie „ mein Buch ist billiger als Dein Kaffee.“
Wenn wir über ein ebook reden, das den Preis eines Caramel Macchiato, extragroß, beim Starbuck hat, ist das in Ordnung. Auch gelegentliche Preisaktionen sind okay, aber manchem Autoren möchte ich zurufen: Hey, eure Arbeit ist mehr wert als die paar Cent! Also meine ist es. Das ist ein ganz fürchterlicher (und gefährlicher) Trend.
Möchtest Du Deinen Lesern etwas mit auf den Weg geben? Gibt es etwas, das Du noch loswerden möchtest?
Danke für euer Interesse und eure Begeisterung! Ich freue mich wahnsinnig, einige von euch in Berlin auf der LLC zu treffen!
Danke für Deine Zeit, liebe Stefanie! Wir sehen uns in Berlin zur LLC!
Wer noch mehr wissen möchte, ann sich gern auf der Homepage von Stefanie Ross umschauen![/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]
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