Mit Im Auge des Mörders von Marcus Hünnebeck habe ich seit langem wieder einmal einen Thriller gelesen.
Eva Haller ist sich sicher, von einem psychopatischen Serienkiller als dessen nächstes Opfer ausgesucht worden zu sein. Die Polizei glaubt ihr nicht und hält sie für eine aufmerksamkeitssuchende Journalistin. Nach erfolgter Vergewaltigung leben die Opfer des Psychopathen einige Wochen in Angst und Schrecken. Irgendwann kehrt der Mörder zurück, um sein Werk zu vollenden.
Eva Haller ist eine starke Frau, die genau weiß, was sie will. Es dauert eine Weile, bis sie sich der Gefahr, in der sie sich befindet, so richtig bewusst wird. Sie sucht sich Hilfe bei einem Personenschützer und engagiert diesen.
Der Mörder ist nicht nur krank, er ist zudem sehr intelligent und in der Lage, sich in Computernetzwerke zu hacken und Handys seiner Opfer zu orten. So ist es ihm ein Leichtes seine Opfer im Auge zu behalten und auf den für ihn perfekten Moment zu warten. Immer wieder gelingt es ihm, die Polizei auszutricksen. Er spielt mit den Beamten. Irgendwann holt er sich Eva.
Ziemlich früh glaubt man zu erahnen, wer der Mörder ist, was aber den Lesespaß nicht mindert. An einigen Stellen war ich mir nicht sicher, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege. Plötzlich sind Menschen verdächtig, die absolut unauffällig waren, aber durch etwas scheinbar Nebensächliches verdächtig werden. Neben einer spannenden Geschichte um die Aufklärung diverser Morde und dem Versuch, das Leben von Eva zu beschützen, bietet Marcus Hünnebeck dem Leser eine zarte Lovestory und verworrene Familienbande. Es gelingt ihm sehr gut, die Angst und die Panik von Eva zu vermitteln.
Ein gelungener Thriller, der ins heutige Zeitgeschehen passt.
Erschiene bei Lyx.
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