Rezensionsexemplare von Verlagen

Des Öfteren entbrannt in verschiedenen Diskussionsrunden in den Social Media der Streit, was Verlage von Rezensenten erwarten. Ob diese Rezensionen denen entsprechen, wie sie Literaturkritiker schreiben, lasse ich mal außen vor. Denn das tun sie nicht. Dennoch reicht den meisten Lesern eine ehrlich zusammengefasste Meinung, die Buchbesprechungen der Blogger. Um mir ein Bild zu machen über die Anforderungen der Verlage an den jeweiligen Blog, habe ich einige per Mail gebeten, mir ihre Anregungen und Wünsche mitzuteilen. Viele sind meiner Bitte auch nachgekommen, einige sogar sehr ausführlich. Dafür lieben Dank!

Zuerst möchte ich mit einem weit verbreiteten Irrtum aufräumen. Sicher schauen die Verlage auch auf die Besucher des Blogs. Nur sind Follower über Networked Blogs und  Blog Connect keine echten Besucher bzw. Leser eines Blogs. Diese Art Follower sind sehr schnell über Gewinnspiele generiert und die meisten hat man auf Lebenszeit, da sich niemand durch neue Posts oder zu viele Posts gestört fühlt. Aus diesem Grund habe ich keines dieser Tools in meinem Blog, sondern nur einen Besuchszähler, der wirkliche Besucher der Seite zählt. Abrufbar für jeden einzelnen Artikel. Einzig Facebook Fan Seiten, Google + und Twitter sind bis zu einem bestimmten Teil reale Follower. In den Social Media nimmt man schneller mal ein Like zurück, als bei Networked Blogs und Blog Connect. Vor einiger Zeit waren diese beiden Tools noch ausschlaggebend, doch auch Verlage lernen dazu und beschäftigen sich sehr mit Reichweiten. Der Google Pagerank zählt auch nicht mehr viel. Schön, einen zu haben. Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schnell er wieder weg ist. Google hat sein eigenes System.

Mit dem Wort Reichweite bin ich schon beim eigentlichen Thema. Denn Reichweite ist das Zauberwort. Euer Blog kann nur 100 Besucher haben im Monat oder weniger. Wenn euch aber sehr viele auf Twitter folgen und auf Google+ sowie Facebook, dann habt ihr eine große Reichweite. Hier trennen sich allerdings die Anforderungen der Verlage. Einige legen sehr großen Wert auf Twitter Follower und lassen Facebook außen vor, wo wiederum andere sich eher für Facebook interessieren. Noch besser natürlich, wenn ihr eure Buchbesprechungen ebenfalls auf Amazon und/ oder Lovelybooks einstellt. Am besten überall, wo Rezensionen zu finden sind. Warum nicht unbedingt in jeder Facebook Buchgruppe, hatte ich schon beschrieben. Damit dezimiert man schnell seine Fans und der Reichweite bringt es nicht all zu viel. Wenn man das 5-6 Mal praktiziert hat, klickt keiner mehr auf die geposteten Links.

Selbst ohne Blog kann man Rezensionsexemplare erhalten. Amazon, Thalia, Lovelybooks sind nur Beispiele, wo viele Leser regelmäßig ihre Buchbesprechungen veröffentlichen.

Die Verlage sehen die Buchblogger nicht als „Abstauber“. Im Gegenteil. Durch die Buchbesprechungen werden Bücher wie Verlage bekannter, das Interesse an dem rezensierten Buch soll geweckt werden und Käufer finden. Sicher gibt es auch schwarze Schafe, doch bei diesen ist nach wenigen Büchern Schluss. Es bringt auch nichts, nur die Rezensionen für die Verlage formvollendet und mit Liebe zu schreiben. Gern wird auch einfach nur mal so auf Blogs gestöbert und spätestens dann kann sich der Verlagsmitarbeiter ein Bild vom Blogführer machen.

Tut euch selbst einen Gefallen und habt Geduld. Gerade bei großen Verlagen kann es auch einige Wochen dauern, bis man eine Antwort bekommt. Ab und an leider auch gar keine. Die meisten bemühen sich jedoch, auf eine Mail zu reagieren. Viele Bücher werden sehr oft angefragt, andere wieder gar nicht. Es kommt durchaus vor, dass man das angefragte Buch nicht erhält. Wichtig ist auch, ehrlich zu sein. Kein Verlag ist böse, wenn euch ein Buch nicht gefällt. Nur sollte man dies begründen können und sachlich bleiben. Den Autor zu beschimpfen, er beherrsche sein Handwerk nicht, sollte man unterlassen. Autoren können durchaus mit Kritik leben, wenn sie sachlich und begründet ist. Nicht vergessen sollte man, dem Verlag Beleglinks zu schicken. Schließlich möchte der Verlagsmitarbeiter lesen, was ihr zu dem Buch meint.

Ein Geheimrezept gibt es nicht. Ehrlich währt am Längsten, so kann man es in diesem Fall zusammenfassen. Wenn wirklich die Zeit fehlen sollte, ein Buch zu lesen, schreibt eine Mail an den Verlag. Das nimmt niemand übel. Sich einfach nicht zu melden hingegen sieht nicht gut aus und gilt als unzuverlässig.

Das sind so meine Erfahren durch den Austausch mit Verlagen und Bloggern.

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Von |2016-12-26T15:59:03+00:00Sonntag, November 3, 2013|Kategorien: Gedanken|7 Kommentare

7 Comments

  1. Caroline Régnard-Mayer 14. März 2014 um 21:27 Uhr - Antworten

    Hallo,
    sehr interessanter Artikel, werde mal wirklich bei Verlagen nachfragen, bis jetzt bekam ich die Bücher von den Autoren. KOmme kaum mit dem Lesen nach.
    Meine Frage wäre: hättest du mal Lust meine Frauenpower trotz MS-Trilogie zu rezensieren. Der Traumstunden Verlag wird dir sicher eins schicken, noch ist es erst als E-Book auf dem MArkt, aber bald auch als Printbuch.
    Viele Grüße
    Caroline

  2. Annette 11. März 2014 um 21:12 Uhr - Antworten

    wie jetzt? Einfach einen Verlag anschreiben so etwa: Sehr geehrte Damen und Herren , ich möchte gerne das buch x von AutorY rezensieren.Ich würde mich über ein kostenloses Exemplar aus ihrem Haus freuen.Ergebenst ihre A…?
    Ich hab noch nie eine Firma oder einen Verlag angeschrieben, mein blog ist noch recht neu und, ja, ich bin beim bloggen nicht sehr speziell, eher ein Eintopf 😀 Über eine Antwort wäre ich wirklich sehr dankbar.
    Lg Annette

    • Britt 11. März 2014 um 22:46 Uhr - Antworten

      Hallo Annette,

      so in etwas 😉 Man sollte schon einen gut geführten und regelmäßig mit Content versorgten Blog haben. Dann kann man sicher bei dem einen oder anderen Verlag nach einem Rezensionsexemplar anfragen. Den Beitrag habe ich in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verlagen erstellt damals. Für die Verlage ist jede Rezension Werbung. Sie verschenken die Bücher ja nicht einfach so. Schau mal auf die Webseiten der Verlage, viele haben spezielle Ansprechpartner für Blogger. Ansonsten an die Presseabteilung wenden.

      Liebe Grüße

      Britt

  3. Jimmy 3. November 2013 um 23:34 Uhr - Antworten

    Huhu,

    ich liebe deine Auskotz-Posts! haha 😀

    LG Jimmy

    • Britt 4. November 2013 um 00:09 Uhr - Antworten

      Hey das ist kein Auskotzpost ☺

  4. Rica 3. November 2013 um 18:30 Uhr - Antworten

    Das hast Du sehr schön geschrieben, liebe Britt 🙂 Aber kannst Du nicht vielleicht einen Überblick über das geben, was die Verlage Dir geantwortet haben? Wäre ja schon interessant zu wissen, welcher Verlag worauf besonders Wert legt.

    Lieben Gruß

    Rica

    • Britt 3. November 2013 um 18:36 Uhr - Antworten

      Jein. Ich war froh, das mir überhapt welche geantwortet haben. Manche halten sich da sehr ebdeckt, wieder andere waren sehr offen. Darf ja die Mails nicht kopieren.

      Liebe Grüße

      Britt

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