Blogger suchen Leser. Das tun sie immer und überall mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Soweit so gut und auch völlig ok, tue ich auch. In letzter Zeit lese ich aber immer mehr Posts, wo mir nur Neuzugänge an Büchern oder immer größer werdende SuB´s (Stapel ungelesener Bücher) gezeigt werden. Warum ist es interessant zu sehen, wie viele Bücher sich der ein oder andere zugelegt hat? Wo ich genau weiß, gut die Hälfte sind Leseexemplare von Verlagen? Ich poste auch ab und an mal ein Foto, wenn ich bei Thalia war, aber eine eigene Rubrik für Neuzugänge auf dem Blog halte ich für überzogen. Oder habe ich einen Wettbewerb verpasst, an dem man unbedingt teilnehmen sollte, wer die meisten Bücher ungelesen im Regal stehen hat? Zugegeben, auch ich habe einen SuB, wenn auch einen kleinen. Aber es ist meiner, den muss ich nicht wöchentlich bewerben.

Mit vielen liebenswerten Bloggern bin ich auch auf Facebook befreundet. Wenn aber jemand jeden seiner Posts in bestimmt 20 Facebookgruppen verteilen muss, dann nervt mich das. Zumal die meisten leider auch nur in diesen Gruppen sind, um ihre Blogposts zu verteilen. Wenn man sich die Gruppen einmal anschaut, wie viele Gespräche sich da entwickeln, ist das traurig. Benutzt man die Suchfunktion einer Gruppe und lässt mal den einen oder anderen Namen suchen, wird es Gewissheit. Sicher bin ich auch in vielen Gruppen nur stiller Leser. Doch muss ich nicht permanent in alle Gruppen spamen, was ich wieder kreatives auf meinem Blog verfasst habe. Buchbesprechungen werden von mir in zwei Gruppen gepostet, wo wir wunderschöne Alben dafür angelegt haben. Wer sich für meinen Blog interessiert, ist Fan meiner Facebook Fanpage oder wird über das Teilen eines Posts darauf neugierig. Denjenigen muss ich nicht auch noch quer über Facebook auf meine Posts aufmerksam machen. Wer sich nicht dafür interessiert, der wird sich auch nicht durch permanente Gruppenposts dafür begeistern. Werbung gut und schön, aber manchmal ist es ein Zuviel davon.

Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, einige sollte sich etwas zurücknehmen in der Lesersuche. Eine Fanpage, ein privater Account und von da aus in die ein oder andere Gruppe geteilt nervt eure Freunde nicht. Aber das separate posten in jede euch bekannte Gruppe macht Lust auf ein entfernen aus der Freundesliste. Denn – etwas anderes ist von vielen nicht zu lesen.

Was mir dazu noch einfällt; Facebook ist zwar ein Social Media, aber kein Kummerkasten. Wenn jemand verschnupft ist, dann geht man davon aus, er wird auch morgen noch einen Schnupfen haben. Es reicht durchaus, das einmal zu posten. Ansonsten gibt es so Hotlines, wo man sich ausweinen kann. Facebook macht weder gesund noch heilt es Liebeskummer oder kittet Freundschaften. Auch nach dem 20. Post nicht.

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