Kürzlich habe ich mir einen Bildband mit dem Titel „Vom Glück mit Büchern zu leben“ angeschaut. Wer hat schon einmal darüber nachgedacht, ob es Glück ist, mit Büchern zu leben? Ich nicht. Meine Bücher werden liebevoll gehegt und gepflegt, doch habe ich auch keine Schwierigkeiten damit, gelesenes wieder ausziehen zu lassen. Bücher von deutschen Autoren kaufe ich grundsätzlich neu, andere dürfen auch mal gebraucht sein. So sind zumindest unsere Autoren etwas glücklich, dass ihre Bücher gekauft werden.

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Doch was geben uns die Bücher? Macht es wirklich glücklich sie in Regalen stehen zu haben und ständig abstauben zu müssen? Ich möchte sagen, jeder empfindet Glück auf eine andere Art. Dass Bücher mich glücklich machen würde ich nicht behaupten wollen. Aber sie verschaffen eine innere Zufriedenheit, ein Gefühl von Seligkeit und einer gewissen Magie. Denn lesen wir Bücher nicht genau aus diesem Grund? Um dem Alltag zu entfliehen, uns in Geschichten zu verkriechen und uns von der Magie darin mitreißen zu lassen? Wir flüchten aus der Realität, verstecken uns vor Schmerz und benutzen ein Buch als Rettungsinsel bei der Flucht vor uns selbst. Bücher können dem Leser genau das geben, was er sucht. Ein Fantasybuch schenkt Magie. Wesen nicht existierender Welten sind darin so nah und greifbar, dass wir sie oft gern mit in unsere manchmal recht triste Realität nehmen wollen. Kuscheln mit Einhörnern, fliegen mit sexy gefallenen Engeln – welches Frauenherz schlägt da nicht höher? Die Triller. Spannung und Dramatik lassen uns zittern und fürchten. Würden wir das Buch lesen, wenn wir nicht genau diese Emotionen empfinden würden wollen? Erotikbücher wecken Lust und Begehren. Lesen wir diese, wenn wir gerade total unglücklich sind? Nein. So betrachtet verschaffen Bücher dann doch Glück.

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Es ist jedoch nicht nur für einen selbst unterhaltsam. Sich mit anderen über ein Buch oder eine Reihe austauschen finde ich immer sehr spannend. Oft empfinden Leser verschiedene Szenen in Büchern total unterschiedlich und mit ganz anderen Gefühlen. Das auszudiskutieren und darüber zu reden bringt einen manchmal dazu, einige Dinge aus einem völlig anderen Blickwinkel zu betrachten. Manchmal möchte ich beim Schreiben einer Buchbesprechung einfach nur lauter rote Herzchen malen, da diese für mich betrachtet genau das aussagen würden, was ich beim Lesen dieses Buches empfunden habe. Sicher würden mir da auch einige beipflichten, doch bringt es demjenigen der noch überlegt das Buch zu lesen nicht viel. Drücken aber diese Herzchen nicht auch Glück aus?

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Es ist die Vielzahl der Emotionen, die Bücher so anziehend macht. Sich zu verlieren, Neues zu entdecken, sich ein klein wenig verlieben und mit einem Lächeln einschlafen. Auch wenn meine Überlegungen eine Menge Fragen aufwerfen; ja, wohnen mit Büchern macht glücklich. Selbst dann, wenn manche nur kurze Mitbewohner sind.

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