Das dritte Buch von Jilliane Hoffmann heißt Vater Unser und handelt am selben Ort aber mit neuen Personen. Familienmord in Miami. Eine Mutter und ihre drei Kinder werden bestialisch ermordet. Die Tochter schafft es noch, den Notruf zu wählen. Doch der Mörder nimmt sich auch für sie Zeit. Der Vater, welcher eigentlich nicht in der Stadt war, gerät unter Mordverdacht.

 

Eine junge Staatsanwältin bekommt die Chance, mit dem stellvertretenden Leiter vom Major Crimes zusammenzuarbeiten. Die Verteidigung plädiert auf Schizophrenie. Auch in diesem Buch sind die Geschichte des Täters und die der Staatsanwältin eng miteinander verbunden. Jilliane Hoffmann gewährt Einblicke in die Krankheit Schizophrenie und hinterfragt die Moral solcher Prozesse, ob es solchen Tätern wirklich möglich sein sollte, ungestraft davon zu kommen. Doch leider gelingt es auch in Vater Unser der Autorin nicht, die Spannung aufrecht zu erhalten bzw. aufzubauen. Auch die doch sehr flüssige Erzählweise hilft da nicht. Das offene Ende wirkt auch leicht verwirrend, auch wenn dadurch wohl die Spannung auf das folgende Buch geleitet werden soll. Wir werden sehen.