Zugegeben, der Titel ist so gar nicht das, was mich sofort ansprechen würde. Chick Lit passt immer und ich war gespannt, was sich hinter dem Titel und dem passenden pinken Cover verbirgt.

Mitte Dreizig, finanziell am Ende und sowieso ist alles doof, wird Sue auch noch von ihrem Freund Max betrogen. Mit einem Model. Sie verlässt den jungen Mann und will sich mit ihrer Freundin auf das Voranbringen der Werbeagentur konzentrieren, welche die beiden Mädels zusammen führen. Von Selbstmitleid geplagt vesucht Sue es mit einem One Night Stand. Vielleicht muntert sie das ja etwas auf.

Als Max plötlzlich in ihrer Wohnung steht, nimmt sie gar nicht wahr, das er keine Materie hat, er ein Geist ist. Sie glaubt nicht an Geister, also muss es eine Sinnestäuschung sein und Sue versucht mit aller Macht, dieses Wesen zu irgnorieren. Doch Max hat nicht vor, so einfach aus ihrem Leben zu verschwinden. Er beteuert seine Liebe, unterstützt sie bei einem neuen Projekt und sorgt dafür, das Sue an Familienfesten teilnimmt.

Max liegt im Koma und Sue wünscht sich nichts sehnlicher, als das er wieder gesund wird und sein Geist sie nicht länger verfolgt. Sie ist hin- und hergerissen zwischen dem Mann, der sie betrogen hat und dem Geist, der ihr ewige Liebe schwört. Hat Max sie und ihre Liebe verdient? Wird er sie wieder betrügen? Viele Fragen beschäftigen die junge Frau.

Anna Fischer erzählt eine berührende Liebesgeschichte über Treue, Betrug und Verlust. Kann man Fremdgehen verzeihen? Die Frage wird im Buch oft gestellt und am Schluss auch beantwortet. Zumindest für Sue. Romane mit Geistern als Liebespartner gibt es einige. Als Chick Lit ist mir bisher keiner bekannt gewesen. Die Emotionen von Sue sind recht real und ich musste an einigen Stellen schmunzeln, wie sehr sich Frauen in manchen Dingen doch gleichen.

Eine Liebesgeschichte für gemütliche Lesestunden.