Lovestory über das Coming Out

Siebzehn Jahr jung und schwul. Keiner weiß es, nur der anonyme E-Mail-Freund. Simon schreibt sich mit Blue E-Mails. Beide Jungen wissen voneinander nicht viel. Außer, dass sie auf dieselbe Schule gehen und von ihren Hobbys. So soll es auch bleiben. Bis ein Mitschüler sich diese E-Mails am Schulcomputer ausdruckt, da Simon vergessen hatte sich auszuloggen. Böse Falle. Der Mitschüler nutzt die Mails um Simon zu erpressen.

Nur drei Worte von Becky Albertalli ist eine Geschichte, wie sie sich überall auf der Welt abspielen kann. Ein Teenager auf dem Weg zu sich selbst und sich seiner sexuellen Neigung bewusst werdend. Simon hatte auch Freundinnen. Es fühlte sich aber nie richtig an. Nur mit Blue kann er darüber reden. Während der Brieffreundschaft passiert das, was man zu Beginn des Buches schon ahnt – Simon entwickelt Gefühle. Nur wer ist Blue? In jedem männlichen Mitschüler vermutet Simon seinen Brieffreund. Immer wieder muss er sich eingestehen, keinen blassen Schimmer zu haben, wer Blue ist. Er sehnt sich so sehr nach ihm, verzehrt sich nach Nähe.

Das Buch ist zielgruppenorientiert und spricht die Sprache der Leser dieses Alters. Es macht denjenigen, die ein Coming Out noch vor sich haben Mut. Die Reaktionen von Freunden und Familien und die teilweise gehässigen Kommentare der Mitschüler sind alle nachvollziehbar und glaubhaft.

Eine schöne Teenagergeschichte, die ich sehr gern weiterempfehle.

Erschienen bei Carlsen.

Lieben Dank an Carlsen für das Leseexemplar der Leipziger Buchmesse!