• Mammon von Matthias Jösch

Mammon von Matthias Jösch

Schon als Teenie faszinierten mich Geschichten um die Tempelritter. In dem Thriller Mammon von Matthias Jösch fühlte ich mich ein wenig an diese erinnert. Es gibt viele Geschichten um Geheimbünde und noch mehr Beweggründe dieser Vereinigungen Menschen zu töten.

Mitten in der Oper erklingt während der Vorstellung in Schrei. Ein Mann wurde erstochen, mit einem scheinbar antiken Messer. Adrian von Zollern, Berater des BND, reißt den Fall an sich und beginnt mit den Ermittlungen, an der Polizei vorbei. Die scheinbar antike Herkunft des Messers führt ihn nach Spanien, wo er und seine Freunde plötzlich um das eigene Leben fürchten müssen. Sie werden verfolgt, gejagt, bedroht und fast umgebracht.

Autor Matthias Jösch führt den Leser durch die Jahrhunderte. Im Spanien des 15. Jahrhundert hat die Geschichte ihren Anfang. Bis in die heutige Zeit ist ein damals gegründeter Bund tätig und folgt seiner Passion. Der Thriller ist in drei Handlungsstränge aufgebaut. Handlungsstränge mag ich nicht. Bei mehr als zwei ist immer einer dabei, der einem nicht zusagt und den man überblättert. So auch hier. Die Erzählung des 15. Jahrhunderts hat mir am besten gefallen. Gut recherchiert erzählt uns der Autor vom Leben der damaligen Zeit. Zwischendurch entführt er uns kurz nach Ungarn zur Blutgräfin. Die hätte nicht sein müssen, war aber amüsant. Kurzzeitig dachte ich, es wird etwas mystisch im Buch. Hätte mir gefallen. Ein anderer Handlungsstrang beschäftigt sich mit Adrian von Zollern und seinen Ermittlungen. Dieser Strang war ebenfalls sehr spannend und gut auf die anderen abgestimmt. Der dritte Erzählstrang drehte sich um Braulio Ostrogón und die Organisation bzw. den Geheimbund. Hier fehlten mir lange die Beweggründe, warum er tut, was er tut. Diesen Handlungsstrang habe ich oft nur überflogen, weil er für mich einfach lange uninteressant war.

Professor Adrian von Zollern hat mich gelegentlich ein wenig an Robert Langdon aus den Büchern von Dan Brown erinnert. Adrian von Zollern fand ich in seiner nur beratenden Tätigkeit  stellenweise etwas überzogen und auch arrogant. Dass ein Professor gelegentlich als Berater des BND fungiert mag sein. Aber dass dieser dann den Chef des BND als direkten Boss hat und weisungsbefugt gegenüber einem Kriminalisten ist, fand ich etwas weit hergeholt. Ausgerechnet im bürokratischen Deutschland passte mir das nicht ins Bild.

Dem Autor ist es bewundernswert gut gelungen, alle zeitlichen Abfolgen in den Handlungssträngen aufeinander abzustimmen. Alles passt zusammen, ist gut recherchiert und in sich stimmig. Zum Ende hin bleiben keine Fragen offen und die Stränge fließen wunderbar ineinander über. Zusammenfassend ein interessantes Buch.

Erschienen bei Dotbooks.

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Von |2016-12-26T15:58:53+00:00Donnerstag, Februar 13, 2014|Kategorien: Bücher|Tags: , , , , |0 Kommentare

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