Susanne Schomann präsentiert ihren Lesern nach  Wilder Wacholder und Der Holundergarten den 3. und lezten (wirklich?) Band ihrer Lunau Reihe. Mit Heidewinter sind die drei Freunde, um die sich in allen Bändern der rote Faden spinnt, wieder vereint. Nach Kjell und Rafael ist jetzt auch Philip als der letzte der drei Musketiere nach Lunau zurückgekehrt.

Sina braucht dringend eine Veränderung. Der neue Job ist nicht so toll wie erhofft und auch privat läuft es eher schleppend. So folgt sie nach längerem hin und her der Bitte ihrer Freundin Ruth und nimmt die Herausforderung an, einen älteren Herren während seiner Genesung zu betreuen und in Kjells Praxis zu helfen. Bald wird die junge Frau unersetzlich.

Philip und Sina schleichen umeinander herum und keiner traut sich den Anfang zu machen. Philip musste aus dringenden privaten Gründen zurück nach Lunau, nachdem er lange im Ausland gelebt und gearbeitet hat. Er fühlt sich sehr zu Sina hingezogen. Ihre Vorurteile gegenüber Adeligen machen es nicht gerade leicht.

Wie in allen Büchern von Autorin Susanne Schomann finden auch in Heidewinter die Protagonisten nicht so leicht zueinander und haben einige Hürden zu überwinden. Selbstzweifel, Missgunst und Neid sind nur einige der Dinge, die Sina und Philip das Leben schwer machen.

Zu Beginn des Buches dachte ich in einem historischen Roman gelandet zu sein. Das Buch beginnt mit einem wundervollen Ball, von dem jedes Mädchen träumt. Schnell begibt sich die Handlung des Buches an den eigentlichen Ort des Geschehens, nach Lunau im Hier und Jetzt. Dort traf ich neben Sina und Philip viele andere, lieb gewonnene, Charaktere wieder. Kjell und seine Frau Isabell, Christa mit ihrem Buchcafé, Rafael und die sympathische Gärtnerin und viele andere. Susanne Schomann vermittelt beim Lesen das Gefühl, ich würde an einen Ort zurückkehren, den ich schon öfter besucht habe. Mitten drin und hautnah dabei kann man die leckeren Kuchen und Torten riechen, die es in Christas Café gibt, und die frische Luft beim Spaziergang von Sina.

Heidewinter ist nicht nur ein Liebesroman. Die Autorin verwöhnt den Leser mit heißen Szenen und einem leichten Krimi. Ich hoffe, sie verwöhnt ihre Leser auch mit einer Rückkehr nach Lunau. Potential für weitere Bücher ist durchaus da, wie ich finde.

Erschienen bei Mira Taschenbuch.