Als einer von Raphaels Sieben erhält mit Engelsmacht jetzt Naasir sein eigenes Buch. Das sich von Blut ernährende hab Mensch halb Tiger – Geschöpf hat beschlossen, sich eine Gefährtin zu suchen. Naasir erhält den Auftrag, die Gelehrte Andromeda, ein Engel, bei der Suche nach dem Uralten Alexander zu beschützen und zu unterstützen.

Die Geschichte von Naasir und Andromeda ist wie alle Bücher der Gilde der Jäger Reihe von Nalini Singh spannend und unterhaltsam. Und doch war sie sehr viel seichter als die Vorgänger. Naasir vergab sich viel Sympathie durch sinnliches Herumschnüffeln und Ablecken wollen. Da kam zu oft die Kuschelkatze in ihm durch. Manchmal hatte ich das Bedürfnis, ihn hinter den Ohren kraulen zu wollen. Einen Tiger! In den bisherigen Büchern wurde Naasir als unberechenbar, wild und sehr männlich dargestellt. Der Schmusetiger hat mich überrascht.
Andromeda war sich uneinig, ob sie das hilflose, schutzsuchende Mädchen oder die starke, einem Tiger gewachsene, Frau sein will. Erst zum Ende des zweiten Drittel sind die Charaktere so gefestigt, dass sie super miteinander harmonieren. Bis dahin ist es ein Herumgetänzel.

Die Hauptstory um Erzengel Raphael und seine Sieben wird parallel zur Geschichte weitererzählt. Aller Liebling Illum hat eine ganz besondere Rolle, fast schon eine kleine Extrastory. Sollte Autorin Nalini Singh die Fans erhört haben und Blubell endlich sein eigenes Buch bekommen?

Engelsmacht ist für mich der schwächste Band der Gilde der Jäger Reihe. Nur die interessante Hauptstory lässt mich auf den kommenden Band warten.

Erschienen bei Lxy.