Wer merkt nicht, dass das Leben auf der Erde immer schneller, immer stressiger wird und die Menschen immer unfreundlicher? Nichts geschieht mehr aus Nächstenliebe, jeder ist auf sich bedacht, möchte sich als etwas Besseres hervorheben, um sich selbst besser zu fühlen.
All das ist ein Trugschluss. Ja, der Druck wächst, der Konkurrenzkampf wächst, doch es ist unsere eigene Entscheidung, ob wir den Stress in uns aufnehmen, ihn ausleben, uns mit anderen vergleichen, in einen Konkurrenzkampf treten, oder ob wir uns unsere innere Stärke bewusst machen und uns für ein stressfreies Leben entscheiden.

Gabrielle Bernstein schafft mit ihrem Buch „108 Hilfen für ein wunderbares Leben“ – wie der Untertitel so schön sagt.
108 Denkanstöße, die plausibel klingen und dir helfen können, dich von jeglichem Stress – äußerlich und innerlich – zu befreien, sofern du dafür offen bist.
Nicht jeder Punkt passt zu dir, du bist nicht gezwungen, jede Hilfe anzunehmen, aber man wird sich in vielerlei Hinsicht wiederfinden und beginnen, über eigene Gedanken und Taten und insbesondere deren Folgen nachzudenken.

Auch ich greife gedanklich manchmal Menschen an. Manchmal vergleiche ich mich sogar mit anderen. Der ein oder andere wird sich dann unter Druck setzen und mit dem Gegenüber in einen Konkurrenzkampf treten, denn man selber möchte immer besser sein als der andere.
Aber wozu? Was bringt es dir? Nichts als inneren Stress, der sich auch auf deine Gesundheit auswirkt.

Du fühlst dich besser, ja. Aber alles, was du damit tust, ist, deine eigene Angst – vor was auch immer – zu überdecken. Vielleicht zieht sich etwas aus deiner Vergangenheit in das Jetzt, weil du nie ausreichend wertgeschätzt wurdest. – Auf diese Weise zeigt die Autorin auf, wie man seine eigenen Gedanken steuern kann, um seine Umwelt und sich selbst zu entschleunigen.
Sie zeigt nicht nur Probleme auf, sondern gibt dem Leser eine mögliche Hilfe mit auf den Weg, die man sehr einfach im Alltag umsetzen und auf Dauer praktizieren kann.

Jeder der 108 Gedankenanstöße zieht sich in der Regel über zwei Seiten, manchmal drei. Sie unterstützt ihre Ideen mit Fallbeispielen aus dem Alltag, in denen man sich oft wiederfindet. Und beginnt, darüber nachzudenken.

Ich empfehle dieses Buch denjenigen, die bereit sind, über sich und ihre Umwelt nachzudenken, Hilfe zur Selbsthilfe erhalten wollen, das eigene Bewusstsein stärken wollen.
Um dieses Buch zu verstehen und nicht mit „Was für ein Quatsch“ abzustempeln, sollte man offen für neue Gedanken sein und eben nicht denken: „Es ist sowieso nur so richtig, wie ich es mache. Und das wird es auch bleiben.“ Man kann immer an seinem eigenen Wohlbefinden arbeiten.
Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich.

Und denkt dran – positive Gedanken ziehen positive Resultate nach sich 🙂