• Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano

Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano

Keine leichte Sommerlektüre ist Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano. Beide Hauptpersonen, Alice wie Mattia, kämpfen mit schweren Problemen. In ihrer Kindheit wurden sie mit Erlebnissen geprägt, mit welchen sie ihre gesamte Jugend über kämpfen und denen sie nichts entgegen zu setzen haben. Matti liebt Zahlen. Die Mathematik ist sein zu Hause. Um sich von Kummer abzulenken, rechnet er die schwierigsten Aufgaben und verblüfft dabei den einen oder anderen Professor seiner Universität. Alice verschwendet keinen Gedanken daran, ihre Zukunft nach den Wünschen ihres Vaters zu gestalten. Zusammen mit Matti meistert sie ihr Leben. Als beide die Schule verlassen, leidet die Freundschaft ein wenig, beide gehen eigene Wege. Matti möchte Physik studieren und Alice lebt in der Fotografie auf.

 

 

Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano

Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano

Obwohl in Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano sehr große Probleme vorhanden sind, fehlt es mir an Emotionen. Matti und auch Alice denken zwar beide sehr viel über ihr Leben und ihre Erfahrungen nach, beleuchten die Vergangenheit. Doch betrachten sie sich selbst aber mit einer stoischen Gefühlskälte. Eine solche Hilflosigkeit, Einsamkeit und sogar Selbstverstümmelung erfordert doch Emotionen. Es gibt ziemlich große Zeitsprünge im Buch, mit welchen sich der Leser erst einmal zurecht finden muss. Wenn ein neues Kapitel beginnt erwarte ich, dass es an das vorgehende anschließt. Dem ist meist nicht so, man wird recht willkürlich durch die Geschehnisse geführt. Sehr oft endet ein Erzählstrang einfach und viele ergeben keinen Sinn oder verlieren sich im Nichts.

 

 

Die Erlebnisse von Alice und Matti in einem Buch zu verfassen finde ich eine gute Idee. Man könnte aus den beiden Personen sehr viel machen und sie leben lassen. Also einfach etwas gefühlvoller. Die angefangenen Erzählstränge beendet und nicht auch noch Nebencharaktere als Erzähler fungieren lassen hätte  Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano zu einem tollen ergreifenden Buch machen können. So aber habe ich mich oftmals schwer getan, wieder Zugang zur Geschichte zu finden. Das Buch wurde verfilmt, aber ich habe ihn nicht gesehen.

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Von |2016-12-26T15:59:08+00:00Sonntag, September 15, 2013|Kategorien: Bücher|Tags: , , |0 Kommentare

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