Und auf in den zweiten Teil der Buchmagier – Der Angriff der Verschlinger von Jim C. Hines. Als kurze Einleitung – ich finde es sehr verwirrend, das der Verlag nicht darauf hinweist, das es sich hier um einen zweiten Band handelt und die Rezensionen auf Amazon von Band eins und zwei zusammengefasst werden. Band ein heißt Die Buchmagier und ist im März 2014 erschienen und Band zwei heißt Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger und ist im August 2014 erschienen.

Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger von Jim C. Hines

Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger von Jim C. Hines

Ohne große Einleitung geht es weiter im Kampf gegen das Böse. Isaac und Dryade Lena werden verfolgt und es wird ihnen mal wieder nach dem Leben getrachtet. Mehrere Morde veranlassen Isaac, die Todesfälle genauer zu untersuchen. Das schon im letzten Buch vorhandene Böse in den Büchern will Töten und sehr alte Magie will beschworen werden. Gutenberg greift wie immer erst ein, wenn es fast zu spät ist. Als Chef der Organisation der Pförtner hütet er deren Geheimnisse. Isaac findet einige davon heraus und kann die Welt gerade noch davor bewahren, das Lenas Magie gegen die Menschen verwendet wird. In Lena wohnt eine Macht, von der Isaac und niemand der Organisation gewusst hat.

Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger von Jim C. Hines Rückseite

Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger von Jim C. Hines Rückseite

Mir hat ja schon Die Buchmagier sehr gut gefallen. Auch Der Angriff der Verschlinger ist toll gemacht mit vielen einfallsreichen Actioneinlagen, etwas Romantik und leichtem Sience Fiktion. Allerdings zieht sich das Buch etwas, oft ist man beim Lesen versucht vorzublättern, weil sich zu sehr auf das Beschreiben von kleinen Einzelheiten eingelassen wurde. Ich mag es gern, wenn versucht wird etwas detailgetreu wiederzugeben. Doch hier übertreibt man es oft. Dinge, die schon ausreichend beschrieben und erklärt wurden, müssen wenige Seiten später nicht noch einmal ausführlichst erklärt werden. Die Dreiecksbeziehung zwischen Lena – Isaac – Nidhi bleibt auch zu sehr im Hintergrund. Dort hätte ich mir mehr gewünscht. Vieles, was wichtig gewesen wäre, bleibt unerwähnt oder wird nur oberflächlich betrachtet, um andere Dinge mehrfach zu beschreiben.

Nach wie vor gefällt mir die Idee der Bücher Die Buchmagier von Jim C. Hines sehr. Libromantik – was könnte schöner sein, als sich Gegenstände aus Büchern herauszuziehen. Selbst diese Art der Magie kommt etwas zu kurz. Nur leicht angeschnitten werden Isaacs Ausflüge in die Welt der Libromantik. Süß fand ich die Verwendung des Kuchens „iss mich“ aus Alice im Wunderland oder Hinweise auf Riley Blackthorne – Die Dämonenfängerin. Einzig Spinne Klecks hat mir oft ein Lächeln entlockt. Falls es noch weitere Bände von Die Buchmagier geben wird, wünsche ich mir alles etwas tiefgründiger. Mehr Isaac und Lena, etwas mehr Magie und weniger Technikbeschreibungen.

Erschienen im Bastei Lübbe.