Henry St. Liver übermittelt Autorin Olive Salter in einem Brief seine Hochachtung über ihr neues Buch. Das unter einem männlichen Pseudonym herausgebrachte Buch der Autorin hat bei Henry St. Liver großen Eindruck hinterlassen und er lädt sie nach London ein, sich die Gemeinschaft des neuen Lebens anzuschauen. Olive Salter kommt der Einladung nach und siedelt nach London um. Sie leidet unter recht vielen Krankheiten, welche ihr ein Leben in der Großstadt schwer machen. Zusammen mit Henry St. Liver löst sie sehr pikante Fälle.

Henry St. Liver hat es sich zur Berufung gemacht, sich mit den sexuellen Neigungen der Menschen zu beschäftigen. Mit seinem guten Gespür für Menschen und einer verblüffenden Logik löst er Fall für Fall und überrascht Olive Salter immer wieder. Mit einer unvergleichlichen Brillanz gelingt es ihm, Menschen und ihre Handlungen einzuschätzen.

Eines Tages gibt es eine Rezension von Oscar Wilde zu dem Buch von Olive Salter. Ab da ist sie berühmt und outet sich, Inhaberin des männlichen Pseudonyms zu sein. Doch es gibt nicht nur positive Resonanz auf ihr Buch. Olive ist fasziniert von der Welt, in die ihr Henry St. Liver einen Einblick gewährt und widmet sich weiteren Aufzeichnungen, um noch ein Buch zu veröffentlichen.

Der Marodeur von Oxford von Gary Dexter

Der Marodeur von Oxford von Gary Dexter

Seit Tagen überlege ich, wie ich dieses Buch beschreibe. Der Marodeur von Oxford von Gary Dexter konnte mich nicht wirklich  begeistern. Mir persönlich ist das alles zu weit hergeholt. Sicher gibt es diese Neigungen, doch die Überlegungen von Henry St. Liver entbehren für mich an manchen Stellen der Logik, sind weit hergeholt. So viel Menschenkenntnis zu besitzen wäre beängstigend. Vielleicht bin ich auch nur zu humorlos, lachen musste ich an keiner Stelle wirklich. Olive Salter empfand  ich manchmal sehr anstrengend mit ihrer Wehleidigkeit. Auch das ständige überrascht sein von ihr. Sie müsste sich irgendwann an die Arbeitsweise von St. Liver gewöhnt haben, so erwartete ich beim Lesen.

 

Erschienen im Verlag Diaphanes.

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