Das Rosenspiel von Gitta Becker erzählt dem Leser die Geschichte der gehörnten Ehefrau, die auf Rache aus ist. Eifersucht, Schmerz, Liebe, Emotionen und Vertrauen – alles Dinge die zu einer Beziehung gehören. Das eine mehr, das andere weniger. All diese Dinge verarbeitet Gitta Becker in Das Rosenspiel. Ihre Protagonistin Susanne zieht alle Register, um ihrem Mann und seiner Geliebten deren Zweisamkeit zu vermiesen.

Das Rosenspiel von Gitta Becker Widmung

Das Rosenspiel von Gitta Becker Widmung

Susanne ist Hausfrau und Mutter. Nicht unbedingt glücklich, aber doch zufrieden mit ihrem Leben. Bis sie entdeckt, das ihr Man sie betrügt. Er ist nicht nur fremdgegangen, er hat eine Affäre. Die betrogene Ehefrau findet einen Weg stets bestens informiert zu sein über die Vorhaben der Turteltäubchen. So beginnt das Rosenspiel. Kein Rosenkrieg, sondern ein Rosenspiel. In diesem Spiel soll natürlich sie diejenige sein, welche die Regeln aufstellt. Immer bestens informiert intregiert sie wo sie nur kann und macht ihrem Mann und seiner Geliebten das Leben schwer.

Das Rosenspiel von Gitta Becker Rückseite

Das Rosenspiel von Gitta Becker Rückseite

Grundsätzlich ist es gut, wenn eine betrogene Frau sich nicht hängen lässt und kaputt machen lässt. Auch gut ist, sich zu wehren und dem Partner zu zeigen, das es so nicht geht. Für mich zeigt Das Rosenspiel wie verschieden Menschen reagieren, wenn sie verletzt sind. Susanne ist eher auf Rache aus. Sie sinnt danach, ihrem Mann ebensolchen Schmerz zuzufügen wie er ihr. Es sei dahingestellt, ob das der richtige Weg ist. Amüsant schildert Autorin Gitta Becker dem Leser die Ideen der Ehefrau. Für mich hatte das Rosenspiel auch einiges an Selbstgeißelung. Durch ihr Spiel erinnert sich Susanne immer wieder daran, das sie die Betrogene ist und tut sich selbst immer wieder weh.

Mir gefällt die Art der Erzählweise der Autorin. So aus dem Bauch heraus beschreibt sie die Emotionen von Susanne vor und während des Rosenspiels. Der Weg zu einer Entscheidung, was aus der Beziehung zu ihrem Mann werden soll und das Informieren von Freunden. Man kann alles nachvollziehen, auch wenn ich selbst ganz anders handeln würde.

Eine schöne Geschichte um die andere Seite der Liebe.