• Warum mich Cliffhanger so aufregen

Cliffhanger

Warum mich Cliffhanger so aufregen

Es folgt ein Mimmimi-Post.

Möglich, dass Autoren und Verlage es toll finden, wenn mich als Leser am Ende eines Buches statt dem Gefühl, eine schöne Geschichte gelesen zu haben, nur Unzufriedenheit zurücklässt, weil das Buch kein Ende hat. Zu kompliziert? Geht doch mal ins Kino und ca. 20 Minuten vor Schluss verlasst ihr den Saal. Ihr wisst dann nicht, wie der Film ausgeht? Tja, genau so fühle ich mich, wenn ich ein Buch mit Cliffhanger lese.

Warum macht man sowas? Damit der Leser auch Band 2 und folgende kauft? Ich bin nicht sicher, ob das wirklich so eine gute Idee ist. Ich fange mittlerweile keine Reihen mehr an, wenn ersichtlich ist, dass es eine Reihe ist. Selbst diesen Hinweis sparen sich Verlage auch gern. Ist es wirklich so schwierig „Band 1“ oder ähnliches auf dem Buch zu vermerken? Kürzlich hatte ich „Projekt Jane“ (Oetinger Taschenbuch) gelesen. Ausschließlich auf der Webseite des Verlages war ersichtlich, dass es sich um den 1. Band einer Reihe handelt. Das Buch hat einen üblen Cliffhanger. Mittlerweile wurde dies zwar geändert und eine 1 hinter den Titel geschrieben, aber erst nachdem viele das Buch gekauft hatten. Ob und wann es einen nächsten Teil gibt? Befragen wir das Orakel, es weiß keiner.

Ich für mich habe daraus die Konsequenz gezogen, bei jedem Buch zu schauen, ob es eine Reihe ist. Wenn ja, warte ich mit Kaufen und Lesen, bis alle Bücher erschienen sind. Schlecht für den Autor und den Verlag, wenn das mehrere Leser so machen.

Bücher erzählen Geschichten. Und jede Geschichte hat ein Anfang und ein Ende. Wenn ich eine Geschichte kaufe, dann erwarte ich eine „komplette“ Geschichte und nicht nur einen Teil davon. Schließlich habe ich auch ein komplettes Buch bezahlt. Viele Autoren schreiben Reihen ohne Cliffhanger. Deren Bücher werden auch gekauft. Nur bleiben dort keine unzufriedenen Leser zurück. Also geht es doch auch anders.

Ich weiß nicht ob es Zufall ist und ich immer zu Büchern mit Cliffhangern gegriffen habe, aber gerade im Jugendbuchbereich scheint ein Wettbewerb ausgebrochen zu sein, wer die fiesesten Cliffhanger schreibt. Das gefällt mir nicht. Ich wünsche mir, dass Geschichten beendet werden. Und wenn jemand scher verletzt ist, dann kauft der Leser auch den Folgeband, wenn man ihm noch mitteilt, ob der Prota überlebt oder nicht. Ist ja nur ein Vorschlag.

Von |2019-09-03T20:24:45+02:00Dienstag, September 3, 2019|Kategorien: Bücher|Tags: , , |2 Kommentare

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Hallo, schön, dass Sie hier sind! Ich bin Britt und 46 Jahre jung, Social Media Assistentin und Blogger aus Leidenschaft. Meine Agentur Authors Assistant unterstützt Autoren bei der Vermarktung ihrer Bücher. Auf dem Blog berichte über Alles, was ich gern weitergeben möchte.

2 Comments

  1. Lena 3. September 2019 um 20:39 Uhr - Antworten

    Hallo liebe Britt, ich stimme dir da in allen Punkten voll und ganz zu. Mir erscheint es auch wie ein Trend und ich bin irgendwie auch müde, immer wieder Reihen zu beginnen. Das mache ich nur noch sehr selten und dann auch nur, wenn mir der erste Band wahnsinnig gut gefallen hat. In dem Fall ist es mir egal, ob das Buch mit Cliffhanger endet oder nicht, aber ich schließe manch ein Buch tatsächlich sogar schon aus, weil es einer Reihe angehört.
    LG Lena

    • Britt 3. September 2019 um 20:46 Uhr - Antworten

      Manchmal warte ich, bis alle Bücher der Reihe da sind. Aber ich htte gern mal wieder einen schönen Einzelband.

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