Gib mir deine Seele lautet der Titel eines Romans von Jeanine Krock. Beim Lesen stellte ich mir die Frage, ob der Mensch wirklich eine Seele hat. Sind Menschen und Tiere nur ein Zusammenspiel von biochemischen, zellulären und elektrischen Prozessen oder “wohnt” etwas in uns, das uns als das ausmacht, was wir sind? Etwas, das unsere Charaktereigenschaften bestimmt? Oder ist es wirklich die Erziehung durch die Menschen, die uns umgeben während wir aufwachsen, dass wir sind wie wir sind? Je mehr ich darüber nachgedacht habe, umso mehr Fragen tauchten auf.

Es gibt viele religiöse und philosophische Behauptungen, jedes Individuum trage eine Seele in sich, die nach dem Tod weiterzieht und in einem anderen Körper wiedergeboren wird. Die Reinkarnation. Es gilt auch die These, ohne Seele sei niemand in der Lage Emotionen zu empfinden.

Egal in welcher Religion man schaut, überall gibt es den festen Glauben an die Seele. Auf unterschiedliche Arten wird den Seelen Verstorbener die Rückführung an einen Seelenort oder einen Seelensee durch Rituale und Zeremonien ermöglicht. In einem Punkt sind alle Glauben gleich – die Seele ist immateriell; unsichtbar und nicht greifbar.

Nirgends jedoch sind Beweise zu finden, dass es Seelen gibt. Selbst Mediziner sind sich nicht sicher, dass es sie nicht gibt. Interessant finde ich Berichte, die Einstein als “spukhafte Fernwirkung” bezeichnete. Menschen spüren Veränderungen im Leben nahestehender Personen oder Gefahren, die diesen drohen.

Nahtoderfahrungen

Nahtoderfahrungen

Viele berichten von Nahtoderlebnissen, bei denen sie wie in eine Art Tunnel gezogen wurden, mit einem Licht am Ende oder sich selbst von der Decke aus betrachteten, über ihrem Körper schwebend. Niemand ist in der Lage, diese Vorkommnisse mit Bildmaterial zu belegen. Erlebt der Mensch sie wirklich oder lässt die Erinnerung an Erzählungen uns daran glauben? Es ist für den Menschen auch nicht vorstellbar, während der Zeit in der er fast gestorben wäre nichts erlebt und nichts wahrgenommen zu haben. Eine Art Blackout.

Eine Antwort auf die Frage, ob es Seelen gibt oder nicht, habe ich nicht gefunden. Das muss wohl jeder für sich selbst ausmachen. Für mich gibt es Menschen, die gute Seelen sind, weil sie sind wie sind. Ehrlich, liebenswert, loyal und hilfsbereit – einen auch mal in den Hintern treten, wenn man sich hängen lässt. Freunde.

Ich befürworte die Behauptung des Zusammenspiels verschiedener Prozesse und die Formung durch uns umgebende Menschen.

Pauline aus Gib mir deine Seele von Jeanine Krock hat sich solche Gedanken nur kurz gemacht. Verschenkt man seine Seele, wenn man fast bedingungslos liebt?

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Gewinnspiel Gib mir Deine Seele

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