In Apocalypsia lässt Andreas Izquierdo die Welt untergehen. Gott liegt im Sterben und mit ihm stirbt die Schöpfung Mensch. Die Erde zerfällt, die Gemeinschaft der Engel ist sich uneinig. Luzifer hofft, wenn die Menschheit erst vernichtet und er Inhaber des Throns ist, dann wäre der ursprüngliche Zustand allen Seins wieder hergestellt.
Am Anfang war ich mir nicht bewusst, dass der kleine Nathanael die tragende Rolle im Buch spielen wird. Andreas Izquierdo beschreibt die Entwicklung des Jungen so gut, dass ich wirklich miterlebt habe, wie er in die ihm zugedachte Rolle hineinwächst. Sein Mentor Iax war für mich die Person, die mich am meisten begeistert hat. Auch mit ihm geht eine Veränderung vor sich, die den Leser richtig mitreißt.
Der Autor lässt alle Engel in ihren aus der Geschichte bekannten Rollen. Auch Luzifer. Kämpferisch und mit Führungsqualität versucht der gefallene Engel die Macht an sich zu reißen. Allerdings hatte ich oft den Eindruck, Luzifer meint es gar nicht böse. Ja, er will die Macht und er will auf den Thron. Ja, Luzifer fühlt sich ungerecht behandelt und sinnt nach Rache. Seine Beweggründe sind jedoch logisch und nachvollziehbar, er möchte die Welt der Engel retten und meint, dies ginge nur, den von Gott gemachten Fehler Mensch zu beseitigen. Die Welt der Engel wollen alle retten. Eine Seite mit weiter existierenden Menschen, die andere Seite ohne Menschheit.
Es kommt zum Krieg. Rapahel, Uriel, Ariel und eine nicht besonders große Gruppe weiterer Engel stellen sich Luzifer gegenüber. Ein fast aussichtsloser Kampf.
Andreas Izquierdo erzählt die Geschichte zum Teil in der Menschenwelt und zum Teil in der Welt der Engel. Beide Welten haben ihren Reiz und der Autor lässt lange offen, wie und warum gewisse Personen eine Rolle spielen. Spannend bis zum Schluss, wo alles zusammenfindet. Es gibt einige Stellen im Buch, an denen ich mir dachte „das meint er doch jetzt nicht Ernst? Das kann er nicht machen!“.
Eine Sache hat mich sehr nachdenklich gemacht, fast schon erschrocken. Ich weiß nicht, ob es Zufall ist, oder die Botschaft genau so verstanden werden soll – Ersetzt man die Engel durch wirkliche Personen, dann ist man mit dem Buch sehr schnell in der Realität. In unserer echten Welt. Der Erde, der Schöpfung Mensch, die sich selbst zerstört. Das Aussterben von Arten, der Zerfall der Natur. Beängstigend.
Wer auf eine Liebesgeschichte hofft, dem empfehle ich Apocalypsia von Andreas Izquierdo nicht. Wer eine richtig tolle Fantasiegeschichte sucht, sollte das Buch unbedingt lesen! Mich hat das Buch sehr begeistert!
Gern hätte ich mir das Buch als Print gekauft. Auch wenn es mit 595 Seiten ein echter Wälzer ist, sind 70,00 € für ein Hardcover zu teuer. So bleibt es eine schöne Erinnerung auf dem Kindle.
Hallo, Britt,
das Buch gibt es als Printversion für 16,99,- Mit fiel auch schon auf, dass es beispielsweise auf dem Handy nicht angezeigt wird, auf meinem Rechner hingegen schon. Darüber hinaus: vielen Dank für die schöne Rezi. Und: Zufälle gibt es in dem Buch nicht ;-))
LG
Andreas
Hallo Andreas,
sehr gern! 😀
Mir ging es um das Hardcover. Das ist auch nur als Anmerkung und nicht abwertend gemeint. 😀
Mit den Zufällen das habe ich dann also richtig vestanden 😉
Liebe Grüße
Britt