In unserer Innenstadt liegt kein DSL an, einer Stadt mit 60.000 Einwohnern. DieTelekom hat kein Interesse und die Stadt Görlitz selbst kein Geld. Um trotzdem einen Internetanschluss zu haben, bleibt also nur UMTS. Seit über 10 Jahren Kunde bei Vodafone, früher Mannesmann Mobilfunk, entschied ich mich vor einigen Jahren, auch das Internet von Vodafone zu beziehen.

 

Anfangs einen Tarif mit einer Volumenbegrenzung auf 500 MB. Wenig lustig war, als ich mit besagtem Surfstick bei einer Freundin das Internet nutzte. Damals hielt es Vodafone noch nicht für nötig, seinen Kunden mitzuteilen, dass diese Nutzung des Internets Homezone gebunden war. Es flatterte mir eine Rechnung von über 600,00 € ins Haus. Nach dem ersten Schock folgte der Zweite, die Rechnung würde stimmen und ich müsse das wissen. Denn man erhält bei Nutzung außerhalb der Homezone eine SMS. Vielleicht stimmt dies sogar, nur bekam man diese SMS auf die Simcard des Sticks. Also liebe Kunden von Vodafone, immer schön die Simcard ausbauen, vielleicht schreibt euch Vodafone. Ob diese Vorgänge mittlerweile anders geregelt werden, kann ich nicht sagen, habe ich mich nicht mit beschäftigt. Nach vielem Hin und Her gab aus Kulanzgründen eine Gutschrift von 200,00 €. Allerdings nur auf das Kundenkonto. Meinem Konto hätten diese nach der Rechnung sehr gut getan. Da andere Anbieter mich auch nicht reizten, blieb ich bei Vodafone.

Vor 2 Jahren wechselte ich auf ein Volumen von 10 GB zum Preis von monatlich 19,90 €. Nur mit Surfstick war und ist es fast unmöglich, eine konstante Verbindung aufrecht zu halten bzw. diese überhaupt zu bekommen. Ich zahlte trotzdem artig meine Grundgebühr. Mittel W-LAN Router sieht es etwas besser aus. Direkt in der Innenstadt gibt es ständige Totalausfälle, abends zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr sollte man nicht unbedingt ins WorldWideWeb wollen. Was tun, wenn mal wieder keine Verbindung zu bekommen ist? Die Kundenhotline anrufen, wäre eine Idee. Diese Anrufe sind immer wieder ein kleines Abendteuer. Von unwissenden und schlecht informierten Callcenteragents bis hin zu Unverschämtheiten wie “na sie müssen doch nicht unbedingt heute ins Internet” oder “es ist halt kaputt und da kann ich nichts machen” über “damit müssen sie leben” könnte ich ein Buch schreiben. Gelegentlich gab es eine Gutschrift, was zwar nett gemeint ist, aber das Problem nicht löst. Wenigstens funktionierte fast immer der Empfang am Handy zum Telefonieren, da dies ja kein UMTS benötigt. Auch lustig ist, wenn ich nach einem Vertrag frage, bei welchem es ein Notebook günstig dazu gibt und mir gesagt wird, ich solle doch das Notebook lieber bei Expert kaufen, wäre günstiger.

Vor ca. 6 Monaten bin ich umgezogen. Jetzt dreht sich das Ganze um. Internet per UMTS ist ständig verfügbar, nur kann ich mit Handy nicht mehr telefonieren. Bitte Vodafone, warum tut ihr das euren Kunden an? Warum kann keine vernünftige Netzabdeckung gewährleistet werden? Es geht ja nicht nur mir so. Eine wenige Häuser weiter wohnende Freundin anrufen? Unmöglich. Jetzt bezahle ich eine Superflat, die ich nicht nutzen kann. Noch hatte ich keine Nerven, mich diesbezüglich wieder einmal mit den netten Mitarbeitern der Kundenhotline auseinanderzusetzen. Da ich aber nicht weiterhin Gebühren für nicht erbrachte Leistung zahlen möchte, werde ich demnächst versuchen, irgendwie meinen bestehenden Vertrag zu ändern. Und nein Vodafone, nicht in einen 80,00 € Vertrag, der mir gern aufgeschwatzt werden will. Sowie meine Verträge auslaufen, sehe ich mich nach einer neuen Herausforderung auf dem Mobilfunkmarkt um.