Trello – ein Leben ohne Zettelwirtschaft

Da treibe ich mich nun schon so viele Jahre beruflich und privat im WorldWideWeb herum und kannte Trello nicht! Erst vor wenigen Wochen las ich auf Instagram davon. Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, wie ich ohne dieses Tool leben konnte. Alles, was ich bisher in meinem Planer und gefühlten tausend PostIt organisiert hatte, landet jetzt in einem meiner Boards bei Trello. Für alle Listenliebhaber wird dieses Tool der Himmel sein. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender, Vorteil ist, mein Schreibtisch ist immer aufgeräumt. Keine losen Zettelsammlungen und keine tausend bunten PostIt mehr.

Was ist Trello?

Der Quellcode wurde im Jahr 2011 von den Programmierern Bobby Grace und Justin Gallagher geschrieben. Beide arbeiteten für die Fog Creek Software aus New York. Anfang 2017 hat Atlassian Trello für einen dreistelligen Millionenbetrag (laut Wikipedia 425 Mio. US Dollar) übernommen. Auf deutsch gibt es das Tool erst seit 2015 (Angabe ohne Gewähr).

Man kann es sich als eine Art Onlinepinnwand vorstellen. Es werden Karten hin- und hergeschoben, abgenommen und Dinge ergänzt.

Wie funktioniert Trello?

Ich finde es sowohl am Rechner als auch am Handy sehr benutzerfeundlich. Es lässt sich intuitiv bedienen. Ein besonderer Vorteil ist die plattformübergreifende Nutzung. So kann ich auf dem Handy jederzeit Einträge hinzufügen oder bearbeiten.

Allein oder im Team können sogenannte Boards erstellt werden. Ein Board ist vergleichbar mit einer Pinnwand. Dort werden Listen angelegt. To do lists, erledigt-Listen, Merklisten oder was auch immer man in einer Liste sammeln möchte. Diese einzelnen Punkte einer Liste nennt man Karten. Ihnen können ein Datum und eine Uhrzeit zugewiesen werden. Sehr gut für private Termine oder Deadlines. Gut finde ich auch die Labels, mit denen Karten Farben zugewiesen werden können. Klickt man eine solche Karte an, gelangt man in das Kartenmenü.

Das Kartenmenü

Klickt man einen der Punkte in einer Liste an, hat man sehr viele Möglichkeiten. Man kann Teammitgliedern Informationen hinterlassen, Checklisten erstellen, Dropboxverweise machen oder Grafiken anhängen.

Gerade für Teams, die nicht im selben Büro sitzen, ist Trello ein sehr empfehlenswertes Tool. Die anderen Teammitglieder wissen mit einem Blick, was erledigt ist oder woran ein anderes Teammitglied gerade arbeitet. Die teilweise unübersichtliche Kommunikation über E-Mails oder Facebook fällt komplett weg. Für mich ist das eine immense Zeitersparnis.

Trello Karten bearbeiten

Trello Karten bearbeiten

Weitere Funktionen

Mein liebstes PowerUp ist die Kalenderfunktion. Mit einem Klick bekommt man den gesamten Kalender mit allen Einträgen angezeigt. Perfekt!

Viele Autoren und Autorinnen plotten ihre Bücher mit Trello. Auch dafür ist das Programm sehr gut geeignet, kann aber mit Papyrus, dem für Autoren entwickelten Programm, nicht mithalten. Aber dafür ist es auch nicht programmiert worden.

Blogger und Bloggerinnen planen ihre Blogbeiträge, den gesamten Redaktionsplan mit Trello.

Mir kommt gerade die Idee, man könnte es auch für Einkaufslisten nutzen. 😉

Trello reicht in der kostenlosen Version völlig aus. Ich habe Trello Gold für ein paar zusätzliche Spielereien, die ich noch gar nicht alle entdeckt habe. Super ist die Verknüpfung zu Dropbox. Ich kann Ordner integrieren und sofort auf die Dateien zugreifen, ohne Dropbox erst in einem neuen Browserfenster öffnen und nach dem Oedner suchen zu müssen.

Kurzum – Ich liebe es!

Wünschen würde ich mir, dass man Termine über das Handy klingeln lassen kann. Aber vielleicht kommt diese Funktion ja noch.

Nutzt ihr Trello? Wofür nutzt ihr das Tool?