Paris Hilton hat versucht, ihn salonfähig zu machen. Prosecco to go oder auch Sekt in der Dose. Aus so manchem Mädelsabend nicht mehr weg zu denken. Salonfähig oder nicht?

Ursprung

Dieses Getränk polarisiert. Die einen lieben ihn, die anderen verteufeln ihn. Ist der Sekt in der Dose überhaupt ein Sekt, dessen Name erstmals im Jahre 1647 als Bezeichnung eines Likörweins erfolgte? Nein, ist er nicht. Der Unterschied ist schnell erklärt. Sekt (auch als Schaumwein bezeichnet) wird allein durch Flaschengärung zum Perlen gebracht. Um Prosecco prickeln zu lassen, wird Kohlensäure zugesetzt. So erklärt sich auch, warum Sekt länger perlt und prickelt. Aufgrund dieses künstlichen Herstellungsverfahrens war Prosecco lange als Billig-Sekt verpöhnt, zudem auch noch als Prosecco to go in Dosen erhältlich. Aber er gewann schnell an Popularität. Der Erfolg des Getränkes begann in den Bars von Venedig und hat seinen Namen von einer gleichnamigen Rebsorte. So darf sich nur Prosecco nennen, was auch wirklich aus dieser Traube hergestellt wurde. Mittlerweile ein Trendgetränk, fehlt er selten auf einem Mädelsabend. Sekt-Liebhaber sind der Meinung, der neue Mode-Perlwein könne Schampus nicht das Wasser reichen. Grund dafür ist, das Schampus, als Veredlungsstufe des Weins, traditionell und langsam in Flaschen reift und unser neuer to go-Begleiter in großen Tanks. Auch ist der Alkoholgehalt vom echten Prickelwasser höher als der von Prosecco. Eine kurze Anmerkung: Zwischen Champagner, Sekt, Spumante, Winzersekt, Crémant und wie sie alle heißen, ist der Preis ist außer den Trauben der größte Unterschied.

 

Gesund oder eher nicht

Alkohol ist generell nicht gesund, aber der ein oder andere mag gern ein Sektchen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Prosecco hat gegenüber Sekt einen großen Vorteil. Durch den Zusatz von Kohlensäure hat er eine mildere Säure und weniger Kohlensäure. Dies ist sehr erfreulich für unsere Magenschleimhaut. In so weit ist Prosecco to go bekömmlicher als Sekt. Sekt in Dosen mit ca. 10,5% Alkohol besteht aus vergorenem, mit Kohlensäure versetztem Wein und gehört einfach zu jedem Mädelsabend dazu.

 

Mein Statement

So ein bis zwei Sekt in der Dose oder Prosecco to go befinden sich auch in meinem Kühlschrank, um auf eventuellen Besuch vorbereitet zu sein. Geschmacklich bevorzuge ich die trockene Variante. Steht irgendwo ein Mädelsabend an, würde ich mich auch gern von einer optisch ansprechenden Dose verleiten lassen.

Aber meist bleibt es bei dem alljährlichen guten Schampus zur Jahreswende.